Welche Verbesserungsvorschläge sollen getestet werden?
A 2.1. Fix Limit - Start-Stack bei 5.000 Chips 0 0.00% A 2.2. Fix Limit - Start-Stack bei 10.000 Chips 0 0.00% A 2.4. Fix Limit - Start-Stack bei 20.000 Chips 0 0.00% B 1.1. Rebuy-Beschränkung - 1 h vor Letzter Hand: max. 1.000 Chips 0 0.00% A 2.3. Fix Limit - Start-Stack bei 15.000 Chips 1 3.57% B 2.2. Rebuy-Verzögerung - 0,5 Stunden vor Letzter Hand bei Pleite 2x Aussetzen 1 3.57% B 3.1. Rebuy-Verbot - 1 Stunde vor Letzter Hand bei Pleite RAUS 1 3.57% B 1.2. Rebuy-Beschränkung - 1 h vor Letzter Hand: max. 1.000 Chips UND 0,5 h vor LH: max. 500 Chips 2 7.14% B 1.3. Rebuy-Beschränkung - Ab 3. Rebuy max. 1.000 Chips 2 7.14% B 1.4. Rebuy-Beschränkung - Ab 3. Rebuy max. 1.000 Chips UND ab 6. Rebuy max. 500 Chips 2 7.14% A 1.2. Steigende Blinds 50/100/150 3 10.71% B 3.2. Rebuy-Verbot - 0,5 Stunden vor Letzter Hand bei Pleite RAUS 3 10.71% A 1.3. Steigende Blinds 50/100/200 4 14.29% B 2.1. Rebuy-Verzögerung - 1 Stunde vor Letzter Hand bei Pleite 2x Aussetzen 4 14.29% A 1.1. Steigende Blinds 50/100/-- 5 17.86%
Schwerwiegende Nachteile zu einzelnen Vorschlägen:
A 2. Fix Limit
- Pokern wie in der Zwangsjacke:
- Bluff ist nicht möglich, da an dem Maximaltisch 200/400 nicht wie erwartet die Blinds bei 200/400 liegen, sondern bei 100/200, und die Raises max. um 200/400 erfolgen dürfen
- All-in zu KEINER Zeit möglich, nicht einmal Erhöhung um Pot-Höhe möglich (wie bei Pot Limit)
- Pokern wie im Kettenkarussel: ähnlich wie an NL-5/10-Tischen: "nach fast einer Runde Call des Big Blinds von 20, erhöht einer um 10 auf 30. Nach weiterer fast vollständigen Runde erhöht einer um 10 auf 40, ...."
B 1.3 und 1.4 Rebuy-Beschränkung
- Zählen der Rebuys einzelner Pokerfaces durch "neutrales" Pokerface. Schon bei 6 Leuten unübersichtlich zu kontrollieren, wer wie oft einen Rebuy getätigt hat oder wer sich wie oft einen "auffüllenden" Rebuy genehmigt hat (Aufstocken des Stacks <2.000 auf 2.000 oder beliebig. Dies darf der Aufmerksamkeit des neutralen Pokerfaces auch nicht entgehen!
- Sollen "auffüllende" Rebuys daher untersagt werden? Müsste eine Bedingung sein .... Wie gesagt, ist schwer zu kontrollieren im Spielverlauf ....
- Schwächung des einzelnen Copa-Pokerfaces gegenüber Copafremden
B 2.1 und 2.2 Rebuy-Verzögerung
- gleiches Problem wie oben: kann sicher durch "neutrales" Pokerface kontrolliert werden, insbesondere in der Wilden Sau, ob jeder seine zwei Runden aussetzt? Die Aufmerksamkeit beider Seiten liegt bei den Runden der Wilden Sau woanders ....
- Schwächung der im Spiel verbleibenden Copa-Pokerfaces im gesamten gegenüber den Copafremden (Verhältnis mit jedem Aussetzer ungünstiger, Einfluss der Copafremden steigt bei Wilder Sau)
Jenes "neutrale" Pokerface sollte bei jedem Pokerabend am Tisch neu bestimmt werden, schließt grundsätzlich den Organisator aus!
Diese Nachteile gilt es, sofern hier in der Abstimmung mit einer Mehrheit bedacht, im Test eingänglich zu durchleuchten und final die Frage zu beantworten: Rechtfertigt der Nutzen (z.B. Zähmung der Wilden Sau) den Aufwand (Kontrolle durch "neutrales" Pokerface / nachhaltige Kommunikation neuer Regelung an Teilnehmer - auch während des Spiels an Nachzügler?
Test 1
ist also gelaufen, halten wir folgende Erkenntnisse bzw. Nachteile aus der angeschlossenen Diskusison fest (Vorteile bzw. Ziele sollten allen Beteiligten bekannt sein):
Steigende Blinds
Zitat:
- Ein Raise des erhöhten Blinds kann leicht mit Re-Raise oder All-in gekontert werden [Wilde Sau wird forciert] (Vinnie)
- Risikobereitschaft sinkt, Abwarten auf Premium-Hand dominiert (Moddinho)
Rebuy-Beschränkung
1. Ab 3. Rebuy: max. 1.000
Zitat:
- Mitzählen durch/beim Tischnachbarn
- Steigender Stack-Rückstand [Perspektivlosigkeit/Langeweile/Frust/Aufgabe] bei Nachzüglern [oder Pechvögeln] (Batigol)
- Risikobereitschaft sinkt, Abwarten auf Premium-Hand (Moddinho)
- Einfluss der ziel- und regelungebundenen Copafremden steigt (Moddinho)
2. 2x Aussetzen ab 30 Min. vor Letzter Hand
Zitat:
- Mitzählen durch/beim Tischnachbarn
Rebuy-Verbot (ab 30 Min. vor Letzter Hand RAUS)
Zitat:
- Risikobereitschaft sinkt, Abwarten auf Premium-Hand (Floh, Moddinho)
- Ausscheidungsrennen, wer übrig bleibt [evtl. sogar passiv/disziplinierter ist?], der gewinnt (Moddinho)
- Einfluss der ziel- und regelungebundenen Copafremden steigt mit jedem den Tisch verlassenden/inaktiven Copa-Pokerface(Moddinho)
Zitate sind sinngemäß zugeordnet und zusammengefasst; [..] Hypothese meinerseits. Bitte korrigiert mich, wenn ich euer Fazit oben nicht richtig zugeordnet/wiedergegeben habe!
Aus meiner Sicht, nicht anwesend bei Test 1:
Der Nachteil des Ausscheidungsrennens (bei Rebuy-Verbot) ist für mich ein KO-Kriterium! Die Perspektivlosigkeit von Nachzüglern/Pechvögeln bei beschränkten Rebuys ist alarmierend.
Ebenfalls ein KO-Kriterium ist es für Meinewenigkeit, dass nach 24 Uhr erst die Rebuys von dem Stack abgezogen werden müssen und (noch) nicht der Chipleader Sieger ist. Ist es nicht unter Umständen wichtig für CALL oder FOLD insbesondere in der letzten halben Stunde stets zu wissen, wie hoch der "Netto"-Stack (bzw. der abzuziehenden Rebuy-Betrag)des jeweils in der Runde mitspielenden Pokerfaces ist? Eine stetige Rechnerei schon während des gesamten Abends und verstärkt in der letzten halben Stunde würde das gesamte Spiel begleiten und verkomplizieren. Vom Prinzip her eine sehr gute Lösung, aus meiner Sicht allerdings nicht im Rahmen, die dem CPA gesteckt wird, durchführbar. Würde der "Netto"-Stack für jeden zu jeder Zeit einsehbar sein, erst dann wären die Bedingungen fair. Bueno, es könnten auch diejenigen bevorteilt werden, die sich die Mühe machen parallel (mit xls-Unterstützung) die "Netto"-Stacks für sich zu ermitteln. Aber dann wäre das PokerAss oft auch MatheAss. Es sei denn das MatheAss stellt jeden veränderten Stand allen Pokerfaces im Chat zur Verfügung .... Dann müssten ALLE im Chat eingeloggt sein, was in der Praxis in etwa nur 50% sind, und es müsste vor jedem CPA ein freiwilliges MatheAss ausgeguckt werden und dieses auch verlässlich pünktlich teilnehmen. Erst dann würde dieser Vorschlag berechtigterweise das "wahre" PokerAss küren können und konkurrenzlos zu den anderen Vorschlägen stehen!
Die wenigsten/weniger gewichtigen Nachteile stehen bislang bei der Alternative "Aussetzen", die es aber noch zu testen gilt.
Steigende Blinds haben sicher ihre vorteile, könnte man am 11. CPA gerne mal so mitlaufen lassen. Aber Vinnies Erkenntnis ist schon relevant.
Alternativ könnte ich mir folgendes vorstellen: Jeder der CopaPokerfaces sollte mittlerweile schon etwas von diesem Vorschlag der steigendne Blinds gehört haben, viele davon können die Vorteile nachvollziehen, viele davon können die steigenden Blinds auch für sich nutzen. Warum dies zur Regel machen? Jeder, der zu einem bestimmten Zeitpunkt am Abend höhere Blinds spielen möchte, der kann das auch tun, jeder der mitziehen will, tut das auch, und jeder, der sich darin zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht verwickeln lassen möchte, der foldet. Fazit: Möglicherweise genügt es, alle Pokerfaces für das Thema steigende Blinds zu SENSIBILISIEREN, ohne gleich eine Regel daraus zu machen? Ist der Zeitpunkt gekommen, wo steigende Blinds zu sehr die Wilde Sau forcieren, dann beteiligen sich nicht mehr alle daran und die Blinds fallen (!) wieder. Eine Regel ist dahingehend weniger flexibel.
Edit: Ich bin noch gar nicht fertig gewesen
Coaches Einwand, bin mir nicht sicher, ob ich ihn richtig verstanden habe, macht folgendes deutlich: Wenn der Chipleader um 24 Uhr zum Sieger gekrönt würde, aber eine "bewegte" Vergangenheit hat, also seine Rebuy-Restschuld begleichen muss, dann könnte jemand, der um 23:40 Uhr (excusa, Floh, diese Uhrzeit ist nur beispielhaft und rein zufällig ) einsteigt, zwei entscheidende Wilde Säue gewinnt und Plätze gutmacht, final mit der geringsten "Restschuld" Sieger werden, gegenüber dem, der sich 4 Stunden durch den Abend gekämpft hat .... Das ist attraktiv für JEDEN Nachzügler, kann aber auch NACHZÜGLER zum NACHZÜGELN ermutigen! Klingt nicht wirklich fair ....
Mit obigen Vorschlägen wird nur EINE Ausprägung der WILDEN SAU bekämpt, die andere Ausprägung ist allerdings noch nicht angegangen worden: die Wilde Sau mit der vorletzten und letzten Hand. Wer mit seiner Position nicht zufrieden ist und Hop oder Top gehen will, die 0 in der Endabrechung in Kauf nimmt, der geht als unmittelbarer, hartnäckigster Verfolger des amiterenden Chipaleaders und "Fast-CopaPokerAss" angesichts der noch verbeleibenden Zeit ALL-IN. Je nachdem wer da noch mitzieht, der Sieger dieser letzten oder vorletzen Hand kann den meinetwegen seit 4 Stunden ununterbrochen vorstehenden Chipleader noch überholen. Sicher auch begünstigt durch die Permanent-Rebuyer - doch diese Form der Wilden Sau an sich lässt sich mit keiner Regel kontrollieren - und angesichts dieser Ausprägung, die mit direktem Einfluss kurz vor der Ziellinie die gesamte Arbeit des Chipleaders über den ganzen Abend infrage stellen kann, ist nicht lösbar, und stellt die Rebuy-Frage auch ein wenig in den Schatten. Oder doch kontrollierbar? Sacht mal was dazu .... Habt ihr dazu noch Vorschläge?
Test II:
Steigende Blinds
Es wurde die 50/100-Variante getestet. Erhöhte Blinds haben wohl 2 Vorteile. Erstens, den Ablauf spannender zu machen, das habe ich bei 50er Blinds nicht unbedingt feststellen können, eher schon bei 100 oder höher. Zweiter Vorteil, m.E. wohl der größte, dass bei höheren Blinds der Pot gestohlen werden kann, was sich insbesondere in der finalen Stunde, wenn's geringe Rückstände aufzuholen gilt, bedeutend werden kann. Hier halte ich Blinds von 100 für zu niedrig. 200 aus schon von Vinnie, Moddinho und Batigol genannten Gründen für grenzwertig, 150 für optimal.
Die berechtigten Fragen von Vinnie und Graf zur Unterscheidung von Small und Big Blind:
Ich denke, eine Unterscheidung ist zwar realer, sorgt aber auch für Komplikationen, macht das Spiel kompliziert. Beispiel Blind = 100: Einer sitzt im Small Blind, PokerStars setzt die 5 Chips am 5/10er Tisch. Ein CopaPokerface erhöht regelkundig auf 100. Es folgt ein Copa-Externer oder vielleicht auch ein CopaPokerface, der ein Raise auf 200 setzt. Was macht nun der Small Blind, der raus möchte? 100 kann er nicht mehr zahlen, 200 muss er nicht zahlen, oder doch und erhält er 100 für die nächste Runde angerechnet? Was ist, wenn andere in der runde nicht geraist werden? Ungleichheit zwischen einzelnen Spielern. Dies kann man umgehen, wäre aber zu komplex. Daher: EIN Blind von 50/100/150 für mich die optimale Lösung.
Vorschlag Alternative: 50er Blinds gar nicht setzen, besser gleich 100, dann nach Hälfte des Abends auf 150 übergehen (max. Pot Pre-Flop 1.350), das könnte ausreichen um ihn stehlen zu wollen. Bei 200er Blinds wären es schon 1.800. Das Risiko beim Blind geraist zu werden steigt enorm.
Zähmung der Wilden Sau - 1.000 Rebuy 1 Std. vor Letzter Hand und Rebuy 500 0,5 Std. vor letzter Hand:
Dies Variante hat mir sehr zugesagt. Habe letztere auch noch ausgiebig testen können. Die 1.000-Beschränkung ist gut. Über die 500er kann man sich streiten. Sicher, ein Re-Raise ist verlockend, insbesondere wenn Blinds gestiegen sind. Aber in den Runden der Wilden Sau werden noch ganz andere Beträge mit Re-Raise gekontert. Ich hielt es für sehr vorteilhaft, dass man mit 500er-All-in nicht mehr allzu großen Einfluss auf die vorderen Plätze nehmen konnte. Meinewenigkeit ist nach JEDEM Rebuy sofort wieder mit 500 all-in gegangen, was wohl die meisten tun würden, um noch irgendetwas reißen zu können. Da wird nicht mehr auf eine Premiumhand gesetzt. Von daher halte ich in der letzten halben Stunde diese Variante zur Zähmung der Wilden Sau für sehr sinnvoll. Wer in dieser halben Stunde pleite geht, verabschiedet sich aus den vorderen Rängen, kann auch nicht mehr den Pot derart auffüllen, dass die vorderen Ränge durch "ihre" Wilde Sau noch beeinflusst werden, und kann selbst nur noch "auf Platz" pokern. Dies könnte ausreichend abschreckend sein, seine über 3,5 Std. erspielten (oder in der Wilden Sau neu erspielten) Chips in den letzten 30 oder 15 oder weniger Minuten vor Letzter Hand leichtfertig (wieder) aufs Spiel zu setzen.
Zähmung der Wilden Sau - 2x Aussetzen:
Fand ich nicht sehr effektiv. Batigol hat's einmal gemacht. Ob er eine, zwei oder mehr Runden ausgesetzt hätte, ich hätt's kaum bemerkt, ob wohl ich als sein Tischnachbar ihn hätte kontrolieren müssen. Ist mir völlig abgegangen. In der letzten halben oder gar viertel Stunde könnte 2x Aussetzen sicher beschränkend sein, nicht aber vorher. Die Hemmschwelle erneut nach Rebuy mit vollem Beitrag all-in zu gehen, ist für mich zu niedrig, und der 2.000er "Blind" in Runden der Wilden Sau gleichbleibend einflussreich auf den Rest der Pokerfaces, für die es noch um den Gesamtsieg geht, nur jetzt halt seltener einflussreich als ohne Aussetzen.