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Studium

Begonnen von Marcool, 04. Juni 2011, 11:23:40

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Roque

Vom Überfliegen her würde ich sagen alles korrekt.  :daumen: ::wink::

Hört sich nach einem klassischen "unendlichen Spiel" an (Spieltheorie). Bei einem endlichen Spiel würde ich in der letzten Periode von dem Reputationsgleichgewicht abweichen, da ich weiß dannach kommt eh nichts mehr. Da der andere weiß, dass der andere in der letzten Periode abweicht, weicht erselber aber schon in der vorletzten Periode ab. Das dreht sich so weiter bis man am Anfang ist und gleich hier abweicht. Hier würde so ein GGW also nix werden. Beim Beispiel hier sagt man, dass man erst abweicht wenn der andere abweicht, so lange aber kooperiert (Tit for Tat). Und wenn der Gewinn für einmal Abweichen eben nicht groß genug ist, bleibt man permanent dabei.
Åtvidabergs FF - Roquinho
Figueirense FC - Roquo
Mpumalanga Black Aces – Santa
- Roquatoni

Florian Markert

Der Begriff Reputationsgleichgewicht ist mir zwar noch nie untergekommen, obwohl ich meine Diplomarbeit über das Erwartungsmanagement seitens der Zentralbank geschrieben habe... Aber deine Interpretation macht Sinn, soweit ich das von hier beurteilen kann.
Treuester Trainer der Copa-Historie (seit dem 04.02.2000 bei Alianza Lima)

Ewige Nr. 1 der Copa Hall of Fame

Vlad

Für die Hobby-VWLler unter euch:

Warum muss der Staat zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Neoklassik im Rahmen der Finanzpolitik seine Staatsdefizite reduzieren? Dass allgemein Steuersenkungen bzw. eine Reduzierung des Staatsanteils vonnöten sind um die Angebotsseite zu stärken ist sinnig. Aber was hat das Staatsdefizit jetzt damit zu tun?  ::scratch::
AC Oulu - Millonarios FC -  City of Lusaka - Adelaide United

In memoriam Newell's Old Boys

Vlad

#33
Das muss ich bis Freitag wissen. Weiß da jemand was dazu?  ::blu:: ::blu:: ::blu::
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Vinnie

Tja, lange ist´s her. Die Frage is jetzt auch keine ganz einfache multiple choice, scheint mir. Ganz schön gewitzt, der Fragensteller.

Ich versuche mich mal, auch einfach im Sinne einer Diskussion...

Neoklassik = Homo oeconomicus = Nutzenmaximierung = Reduzierung des Staatsdefizites sinnvoll ==> weniger Zinszahlungen. Weniger Ausgaben, mehr Handlungsmöglichkeiten = Erhöhung der Staatsquote möglich bzw. indirekt auch Stärkung der privaten Beschäftigung durch Förderung und Aufträge. Sprich Reduzierung der Arbeitslosigkeit...

Macht zumindest auf den 1. Blick ein wenig Sinn...
Die Säkularisierung des Fußballs begann am 8. Juli 1990. Und Gott weinte auf dem Rasen von Rom.

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Vlad

Hmm, auf den ersten Blick ja, aber sollte in der Neoklassik sich nicht der Staat zwingend aus dem Wettbewerb raushalten ergo auch die Staatsquote gen Null bringen?  ::scratch:: Wenn man aber jetzt sagt, dass durch eine höhere Staatsverschuldung der Staat dazu gezwungen ist zu interagieren und die Steuern zu erhöhen, dann wird vielleicht ein Schuh daraus. Bei niedrigem Staatsdefizit kann es sich der Staat auch leisten sich rauszuhalten...  ::quest::
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Brad & Jack Pott

#36
ich hoffe, ich erzähl dir jetzt keinen stuss...ist schon etwas her, dass wir das thema hatten.

also ich versuchs einfach mal: staatsdefizit senken, indem steuern erhöht oder staatsausgaben verringert werden. beide fälle führen zunächst zu einer geringeren güternachfrage, da staatsausgaben (G) ein teil davon sind und im falle einer steuererhöhung die private konsumgüternachfrage (C) negativ beeinflusst wird, da die privaten ja nun weniger geld unterm strich haben, da sie mehr steuern zahlen müssen.

dadurch müsste es aber (durch verschiebung der IS-kurve (güternachfragekurve im hicks-diagramm) zu einem niedrigeren zins auf wertpapiere kommen, was widerum die privaten nettoinvestitionen (I) ansteigen lässt, da sich unternehmen jetzt eher für investitionen entscheiden, da die wertpapiere nicht mehr so viel rendite bringen wie zuvor. das kompensiert den rückgang der güternachfrage etwas, insgesamt dürfte der output bis hierhin aber dennoch gesunken sein.

durch die gesunkene güternachfrage dürften die preise jedoch ebenfalls fallen, da ja bei gegebenem angebot und geringerer nachfrage ein überschussangebot herrscht. das hat auswirkungen auf die terms of trade und den wechselkurs. ebenfalls hat die geringere zinsrendite auswirkungen auf terms of trade und wechselkurs, da die inlandswertpapiere jetzt vom ausland weniger nachgefragt werden dürften. dadurch werden weniger dollar, yen oder was auch immer angeboten, wodurch die inlandswährung (aus unserer sicht euro) relativ an wert verliert. das gesunkene preisniveau und eben diese abwertung der inlandswährung müssten die inländischen produkte für das ausland günstiger machen, wodurch die güternachfrage (dank des auslandes) wieder ansteigt und die exporte zunehmen.

wenn die zunahme von priv. nettoinvestitionen sowie zunahme an exporten den rückgang durch senkung von G oder anstieg von T kompensieren bzw. sogar übersteigen, ergibt das einen höheren output, sofern sich das güterangebot elastisch an die neue nachfrage anpasst. dann hat man mehr output und somit mehr beschäftigung (da ja mehr leute eingestellt werden müssen, um die erhöhte nachfrage bedienen zu können) und weniger arbeitslosigkeit.

also ich hoffe, das stimmt. alles ohne gewähr :)

*edit*

an sich klingt es sinnig, finde ich. ich weiß jetzt aber nicht, wie realistisch es ist, dass die auslandnachfrage und anstieg von priv. nettoinvestitionen den rückgang der nachfrage durch senkung von staatsausgaben übertreffen.
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Vlad

#37
Sehr schön weit ausgeholt und vor Allem alles gut erklärt im Kontext abgebildet! Danke für deine ausführliche Antwort! Für die keynesianische Arbeitslosigkeit unter erhöhter Steuerbelastung und sinkendem G ist das die absolute Musterlösung!  :daumen:  :daumen: :daumen:

Ursprünglich meinte ich ja die neoklassische Arbeitslosigkeit. Die Bekämpfung der neoklassischen AL fußt auf der langfristigen Angebotspolitik, sprich Wachstumspolitik und somit (strikte) Absage an Staatsinterventionismus. Da bin ich mittlerweile auf eine für mich schlüssige Lösung gekommen: Das Staatsdefizit muss insofern reduziert werden als dass der Staatshaushalt und die Ausgaben im Verhältnis zu dem Wachstum des Produktionspotenzial stehen. Sie können niedriger sein im Verhältnis zum gestiegenen Produktionspotenzial, dürfen aber auf keinen Fall höher sein. Müsste stimmig sein.  ::shy::

EDITH war kurz am Werke.
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Brad & Jack Pott

ah neoklassische...oops :P

hab eh gerad gemerkt, dass meine erklärung nicht ganz richtig sein kann. durch den anstieg an nachfrage aus dem ausland würde das preisniveau ja wieder ansteigen. und wenn der nachfrageanstieg aus dem ausland die senkung an nachfrage des staates übertreffen würde, dürfte das preisniveau im vergleich zur ausgangssituation sogar gestiegen sein. und das kann eigentlich nicht sein, da das ausland bei einer steigerung des preisniveaus ja nicht mehr nachfragen würde also zuvor. also die wirkungen aus dem ausland könnten den nachfragerückgang wohl nur zum teil kompensieren :/
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Paulo

bin ich froh, dass ich nicht mehr sowas lernen muss   :beer: :beer:
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Vlad

Ich jetzt auch nicht mehr... ;)
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DerHexer17

Und ich weiß, warum ich mich auf BWL konzentriere und diesen VWL Kram rauslasse. Und werde so in dieser Entscheidung immer wieder bestätigt  ::ap::

Marcool

Habe heute den Zulassungbescheid von der Uni Köln bekommen! :daumen: :daumen: :daumen: (Wirtschaftsinformatik)

Brad & Jack Pott

Zitat von: Marcool am 11. August 2011, 15:24:49
Habe heute den Zulassungbescheid von der Uni Köln bekommen! :daumen: :daumen: :daumen: (Wirtschaftsinformatik)

mensch, der thread ist ja schon ganz schön eingestaubt...  ::shy::

hat´s für dich schon begonnen oder wann ist vorlesungsstart?
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Marcool

Am Montag ist Vorlesungsstart!

Nachdem ich mich anfangs ein wenig verloren und mich von der verlangten Selbstständigkeit erschlagen gefühlt habe, habe ich nach diversen Informationsveranstaltungen die Zuversicht zurückgewonnen. :daumen: Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Leute kennengelernt, die im selben Boot wie ich sitzen. :daumen:

Und auch mein bisheriger Stundenplan sieht klasse aus, nur weiß ich auch, dass die Uni-Veranstaltungen nur etwa ein Drittel des Studium ausmachen und der Rest Selbststudium ist.

Zuerst hatte ich eine große Panik vor dem Studium gehabt, doch die bisherigen Veranstaltungen (insbesondere die Orientierungsphase, die heute und gestern war) haben mir diese zumindest ein wenig genommen. Was ich auch sehr schön finde ist, dass es hier sehr viele Veranstaltungen gibt (Kneipenbummel, Stadtrallye, etc.), bei denen man andere Studierende und vor allem Erstsemester kennenlernen kann! :daumen:
Ich bin also motiviert für den Start nächste Woche!  :daumen:

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