Zitat von: Marcool am 04. Juni 2011, 10:55:33
::b::
Entschuldige meinen (feucht-fröhlichen ::b::) Gefühlsausbruch. Ich nämlich mit der Schule jetzt fertig und studiere daher jetzt in unmittelbarer Nähe, allerdings habe ich mich immer noch nicht zwischen BWL und VWL entscheiden können, weshalb Vlad, Roque und Tobias wie gerufen kommen. :)
Ich wollte eigentlich dieses Wochenende eine Thread eröffnen, um nach den BWLern und VWLern zu fragen, aber ihr könnt ja scheinbar Gedanken lesen. ::b::
So, um mal aus dem Youtube-Thread heraus zu kommen:
Wer studiert(e) BWL oder VWL und wäre bereit mir ein paar Fragen per PN zu beantworten? ::shy::
Also weiß nicht, ob ich der richtige Mann für deine Fragen bin, aber ich höre in beiden Bereichen Vorlesungen.
Zitat von: Dr. Zoidberg am 04. Juni 2011, 14:08:38
Also weiß nicht, ob ich der richtige Mann für deine Fragen bin, aber ich höre in beiden Bereichen Vorlesungen.
dito :)
Hab dir auf deine PN geantwortet. Denke, dass ich die ein oder andere Frage auf jeden Fall beantworten kann.
Allgemein: Ich denke, dass VWL die bessere Wahl gewesen wäre... letztlich wesentlich anspruchsvoller. Punkt.
Zitat von: Roque am 04. Juni 2011, 16:25:10
Hab dir auf deine PN geantwortet. Denke, dass ich die ein oder andere Frage auf jeden Fall beantworten kann.
Allgemein: Ich denke, dass VWL die bessere Wahl gewesen wäre... letztlich wesentlich anspruchsvoller. Punkt.
Anspruchsvoller, vielleicht schon, das ja. Aber in der freien Marktwirtschaft suchen die meisten Unternehmen keinen VWL'ler. BWL'ler haben da dann schon einen größeren Vorteil und sind flexibel einsetzbar. Punkt.
Gegen 7 kommen die Fragen. ::blu:: :daumen:
ZitatBWL'ler haben da dann schon einen größeren Vorteil und sind flexibel einsetzbar. Punkt.
Für Karrieristen macht BWL im Allgemeinen mehr Sinn. ::wink:: :daumen: Für manche Jobs ist es aber egal (--> Strategieberater) und für manche sogar VWL von Vorteil (bspw. Rückversicherer). Außerdem kann man auch als VWLer über den BWL-Tellerrand schauen. Aber letztlich hatte ich ja auch BWL studiert. Und wenn man irgendwas im Controlling, Rechnungswesen machen will "muss" man BWL studieren.
Ich bin nur selber vorher nie auf die Idee gekommen VWL zu studieren. Hatte Wirtschaft als Erstes in der Schule abgelegt und konnte VWL nur eben überhaupt nicht greifen. Den ganzen Organisation, Marketing, etc.-Quatsch hätte ich mir sparen können. Letztlich ist BWL inzwischen fast nur noch eine angewandte Wissenschaft aller anderen Wissenschaften. Im Bereich Finanzen z.B. von der VWL...
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun sondern ist ein BWL Studiengang mit Vertiefung IT. Also die boomende Branche und vor allem in Zukunft unverzichtbar.
Wollte ich nur mal so in den Raum gestellt haben ::wink:: :daumen: :beer:
Wie informatiklastig ist Wirtschaftsinformatik denn? Und wie viele Info-Vorkenntnisse hast du schon ins Studium mitgebracht?
Ich habe nämlich eine totale Null als Info-Lehrer gehabt... Ich kann so gut wie gar kein Java nach zwei Jahren Unterricht (habe aber trotzdem irgendwie eine 3 bekommen...).
An die BWLer/VWLer: Fragen sind raus! :daumen: :daumen:
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juni 2011, 18:57:38
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun sondern ist ein BWL Studiengang mit Vertiefung IT. Also die boomende Branche und vor allem in Zukunft unverzichtbar.
Wollte ich nur mal so in den Raum gestellt haben ::wink:: :daumen: :beer:
:rolleyes:
Aber er hat Recht. Die IT-Nerds aus Dessau, dazu noch Wirtschaftsmathematiker oder -ingenieure werden eher gesucht als "reine" BWL'ler oder noch schlimmer VWL'ler ( ::kiss:: ), die direkt von der Uni kommen.
Zitat von: Marcool am 04. Juni 2011, 19:06:55
Wie informatiklastig ist Wirtschaftsinformatik denn? Und wie viele Info-Vorkenntnisse hast du schon ins Studium mitgebracht?
Ich habe nämlich eine totale Null als Info-Lehrer gehabt... Ich kann so gut wie gar kein Java nach zwei Jahren Unterricht (habe aber trotzdem irgendwie eine 3 bekommen...).
An die BWLer/VWLer: Fragen sind raus! :daumen: :daumen:
Der reine Informatik Anteil wird bei uns auf ca. 20 % im gesamten Studium geschätzt. Ich bin jetzt im vierten Semester und habe dieses Semester das erste mal Veranstaltungen von der Fakultät Informatik...
Ich hatte in der Schule gar kein Info, meine Vorkenntnisse waren 0. Und das auch noch im bösen Bachelorr..... Alles kein Ding. Mit ein bischen Disziplin und vorallem Organisation/Zeitmanagement ist das sehr gut machbar!
In den Extra Wirtschaftsinformatik Modulen kommen dann interessante Inhalte mit IT Systemen z.B. von SAP dran. Dieses Semester haben wir ein Projekt wo wir eine Firma beraten müssen was die Einführung eines ERP Systems angeht. Dieses Modul gibt es gar nicht im Bachelor Wirtschaftswissenschaften.
ZitatWirtschaftsinformatik
Kann ich bestätigen. Die Spitze verdient zwar nicht so viel wie bspw. bei BWl, außer es geht zu Google, aber gesucht. Fast so sehr wie Elektrotechniker (... schon in Erwägung gezogen? ::wink::). Und ich komme wieder bei VWL um die Ecke: kannst man auch noch gebrauchen, wenn man an der Uni bleiben möchte oder zum Staat. Und jetzt schreien alle hier. ::b:: :beer:
Und jetzt komme ich noch mal als großer Kritiker um die Ecke: am Ende kommt es auch immer darauf an welche Phase gerade ist. Im Moment findet eher jeder leicht einen Job, in anderen Jahren (2002, 2005, 2009, ???) fast keiner und da gerade BWLer nicht. Für mich die logische Schlussfolgerung: von den anderen im Studiengang nicht verrückt machen lassen, passiert auch gerade bei BWL, am Ende ist ein großer Zeil "systematisches Risiko" im Spiel.
Antworten gehen gleich per PN raus. :daumen:
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juni 2011, 18:57:38
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun sondern ist ein BWL Studiengang mit Vertiefung IT. Also die boomende Branche und vor allem in Zukunft unverzichtbar.
Wollte ich nur mal so in den Raum gestellt haben ::wink:: :daumen: :beer:
Habe meinen staatl. gepr. Betriebwirt mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik gemacht, was sich am Ende auf Access Programmierung konzentriert hat. Meiner Meinung nach war das allerdings nicht so tiefgründig. In meinem Job (Einkauf für elektronische Bauteile & Komponenten) hat es mir bislang nicht allzuviel genützt.
W-Info hat mich schon immer interessiert und ich habe auch überlegt, noch ne Weiterbildung als Fernstudium anzuschließen. Allerdings habe ich mich immer vor nem Fernstudium gescheut.
Zitat von: Herbie am 04. Juni 2011, 22:06:09
W-Info hat mich schon immer interessiert und ich habe auch überlegt, noch ne Weiterbildung als Fernstudium anzuschließen. Allerdings habe ich mich immer vor nem Fernstudium gescheut.
Is glaub ich hartes Brot. Die Leute, die ich kenne, die nebenbei studieren oder ihren Techniker gemacht haben über 3 Jahre parallel zum Job, die ham ganz schön abgekotzt...
Zitat von: Vinnie am 04. Juni 2011, 22:35:55
Zitat von: Herbie am 04. Juni 2011, 22:06:09
W-Info hat mich schon immer interessiert und ich habe auch überlegt, noch ne Weiterbildung als Fernstudium anzuschließen. Allerdings habe ich mich immer vor nem Fernstudium gescheut.
Is glaub ich hartes Brot. Die Leute, die ich kenne, die nebenbei studieren oder ihren Techniker gemacht haben über 3 Jahre parallel zum Job, die ham ganz schön abgekotzt...
Hab meinen Betriebswirt auch 3 Jahre lang berufsbegleitend via Abendschule gemacht. Klar war es hart, aber von abkotzen kann ich nicht sprechen, weils halt vom Stoff die ganze Zeit über ganz gut machbar war..
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juni 2011, 18:57:38
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun...
Ja, so in der Art hatte ich mir das gedacht. Wenn ich da diese Facebook-Fotos immer sehe... :beer: ::ton:: ::b::
Zitat von: Marcool am 04. Juni 2011, 17:08:12
Gegen 7 kommen die Fragen. ::blu:: :daumen:
Hab dann auch mal geantwortet, hoffe es hilft zumindestens ein bischen ::b::
Alles hilft! :daumen: :daumen:
Antworten sind raus :)
:daumen:
Zitat von: Skinny Norris am 05. Juni 2011, 02:51:17
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juni 2011, 18:57:38
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun...
Ja, so in der Art hatte ich mir das gedacht. Wenn ich da diese Facebook-Fotos immer sehe... :beer: ::ton:: ::b::
Das ist mein Job an der Uni. Ich soll dafür sorgen, ein wenig dieses Nerd Image abzulegen. Allerdings brauchen wir bald wohl einen, der hilft außerdem, das Alki Image abzulegen ::b:: :beer:
Zitat von: DerHexer17 am 05. Juni 2011, 21:47:11
Zitat von: Skinny Norris am 05. Juni 2011, 02:51:17
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juni 2011, 18:57:38
Wer Kohle machen will und sich aus der Pöbelmasse der BWLer abheben will ( ::ton:: ) sollte Wirtschaftsinformatik studieren. Denn im Gegensatz zu dem was viele denken hat es wenig zu tun...
Ja, so in der Art hatte ich mir das gedacht. Wenn ich da diese Facebook-Fotos immer sehe... :beer: ::ton:: ::b::
Das ist mein Job an der Uni. Ich soll dafür sorgen, ein wenig dieses Nerd Image abzulegen. Allerdings brauchen wir bald wohl einen, der hilft außerdem, das Alki Image abzulegen ::b:: :beer:
übernimmste halt für ne zeit beide jobs ;) und prost :beer:
Ich habe mich jetzt übrigens für BWL entschieden. Jetzt setze ich mich an die Bewerbungen und dann mal gucken, ob mich wer nimmt.
TU Dresden kann ich empfehlen ::wink::
Zitat von: DerHexer17 am 04. Juli 2011, 13:03:15
TU Dresden kann ich empfehlen ::wink::
Kann ich so bestätigen, sehr gute Uni (zumindestens was Naturwissenschaften angeht) und vor allem sehr schöne Stadt. :daumen:
Ich habe aber leider nicht den Schnitt, dass ich viel wählen kann...
Da Wirtschaftsinformatik ohne NC ist und ich jetzt doch nochmal ins Grübeln gekommen bin, eine Frage (@Hexer denke ich mal):
Was bedeutet GM Wirtschaftsinformatik? Steht das GM für General Management? Studierst du das auch so, Hexer?
Edit: Erst lesen, Herr S. ... GM steht für den Standort Gummersbach.
Zitat von: Marcool am 06. Juli 2011, 16:14:07
Da Wirtschaftsinformatik ohne NC ist und ich jetzt doch nochmal ins Grübeln gekommen bin, eine Frage (@Hexer denke ich mal):
Was bedeutet GM Wirtschaftsinformatik? Steht das GM für General Management? Studierst du das auch so, Hexer?
Edit: Erst lesen, Herr S. ... GM steht für den Standort Gummersbach.
N1 :) aber ich schließe mich an, Dresden is einsame Spitze :) Studiere dort WiWi im vierten Semester und passt soweit eigentlich alles ;) wenn Fragen bestehen, einfach Fragen ;)
Gummersbach....da komm mal lieber nach Hamburg ::b::
da hier ja doch einige wiwis rumstrolchen, stell ich hier mal die frage. bin gerad am lernen für eine klausur und hab mal ´ne frage zu reputationsgleichgewichten.
wenn ich den formelsalat in meinem skript richtig verstehe, dann ist ein reputationsgleichgewicht erreicht, wenn es sich für die zentralbank nicht mehr lohnt, von der regelbindung abzuweichen, da der nutzen durch das "cheating" (abweichen von der regelbindung) geringer ausfallen würde als die kosten, die im anschluss durch nicht mehr kontrollierbare inflationserwartungen seitens der privaten (discretion) entstehen.
ich weiß, die meisten von euch sind BWLer...aber vielleicht hat ja doch mal jemand, einen vwl-kurs belegt, in dem das thema drankam. in der bwl dürfte der begriff reputationsgleichgewicht in einem anderen zusammenhang verwendet werden, aber ich schätze mal, das prinzip ist ähnlich. also wenn ich das richtig verstanden hab, dann lohnt es sich für einen akteur in einem reputationsgleichgewicht nicht, von der "ankündigung" (sei es jetzt die zentralbank macht glaubhaft, es werde 2% inflation geben, oder in der bwl vll eher, dass ein verkäufer eine bestimmte qualität verspricht) kurzzeitig abzuweichen, um somit kurzfristig einen höheren nutzen zu haben (also inflation in einer periode dann auf einmal zwei prozentpunkte höher bzw. qualität kurzzeitig schlechter (=> geringere produktionskosten)), da die langzeitfolgen (da sich die privaten bzw. kunden dann auf dieses "cheating" einstellen und ihre erwartungen bzw. verhalten entsprechend anpassen) höhere kosten (durch geringen absatz in der zukunft bzw. in sachen zentralbank: nicht mehr kontrollierbare, höhere inflationserwartungen seitens der privaten) verursachen als der nutzen in der kurzen zeit war, in der bewusst von der "ankündigung" abgewichen wurde.
also wenn jemand den begriff "reputationsgleichgewicht" kennt, einfach kurz bestätigen oder verbessern (falls das überhaupt einigermaßen verständlich war, was ich da geschrieben hab :P )
Vom Überfliegen her würde ich sagen alles korrekt. :daumen: ::wink::
Hört sich nach einem klassischen "unendlichen Spiel" an (Spieltheorie). Bei einem endlichen Spiel würde ich in der letzten Periode von dem Reputationsgleichgewicht abweichen, da ich weiß dannach kommt eh nichts mehr. Da der andere weiß, dass der andere in der letzten Periode abweicht, weicht erselber aber schon in der vorletzten Periode ab. Das dreht sich so weiter bis man am Anfang ist und gleich hier abweicht. Hier würde so ein GGW also nix werden. Beim Beispiel hier sagt man, dass man erst abweicht wenn der andere abweicht, so lange aber kooperiert (Tit for Tat). Und wenn der Gewinn für einmal Abweichen eben nicht groß genug ist, bleibt man permanent dabei.
Der Begriff Reputationsgleichgewicht ist mir zwar noch nie untergekommen, obwohl ich meine Diplomarbeit über das Erwartungsmanagement seitens der Zentralbank geschrieben habe... Aber deine Interpretation macht Sinn, soweit ich das von hier beurteilen kann.
Für die Hobby-VWLler unter euch:
Warum muss der Staat zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Neoklassik im Rahmen der Finanzpolitik seine Staatsdefizite reduzieren? Dass allgemein Steuersenkungen bzw. eine Reduzierung des Staatsanteils vonnöten sind um die Angebotsseite zu stärken ist sinnig. Aber was hat das Staatsdefizit jetzt damit zu tun? ::scratch::
Das muss ich bis Freitag wissen. Weiß da jemand was dazu? ::blu:: ::blu:: ::blu::
Tja, lange ist´s her. Die Frage is jetzt auch keine ganz einfache multiple choice, scheint mir. Ganz schön gewitzt, der Fragensteller.
Ich versuche mich mal, auch einfach im Sinne einer Diskussion...
Neoklassik = Homo oeconomicus = Nutzenmaximierung = Reduzierung des Staatsdefizites sinnvoll ==> weniger Zinszahlungen. Weniger Ausgaben, mehr Handlungsmöglichkeiten = Erhöhung der Staatsquote möglich bzw. indirekt auch Stärkung der privaten Beschäftigung durch Förderung und Aufträge. Sprich Reduzierung der Arbeitslosigkeit...
Macht zumindest auf den 1. Blick ein wenig Sinn...
Hmm, auf den ersten Blick ja, aber sollte in der Neoklassik sich nicht der Staat zwingend aus dem Wettbewerb raushalten ergo auch die Staatsquote gen Null bringen? ::scratch:: Wenn man aber jetzt sagt, dass durch eine höhere Staatsverschuldung der Staat dazu gezwungen ist zu interagieren und die Steuern zu erhöhen, dann wird vielleicht ein Schuh daraus. Bei niedrigem Staatsdefizit kann es sich der Staat auch leisten sich rauszuhalten... ::quest::
ich hoffe, ich erzähl dir jetzt keinen stuss...ist schon etwas her, dass wir das thema hatten.
also ich versuchs einfach mal: staatsdefizit senken, indem steuern erhöht oder staatsausgaben verringert werden. beide fälle führen zunächst zu einer geringeren güternachfrage, da staatsausgaben (G) ein teil davon sind und im falle einer steuererhöhung die private konsumgüternachfrage (C) negativ beeinflusst wird, da die privaten ja nun weniger geld unterm strich haben, da sie mehr steuern zahlen müssen.
dadurch müsste es aber (durch verschiebung der IS-kurve (güternachfragekurve im hicks-diagramm) zu einem niedrigeren zins auf wertpapiere kommen, was widerum die privaten nettoinvestitionen (I) ansteigen lässt, da sich unternehmen jetzt eher für investitionen entscheiden, da die wertpapiere nicht mehr so viel rendite bringen wie zuvor. das kompensiert den rückgang der güternachfrage etwas, insgesamt dürfte der output bis hierhin aber dennoch gesunken sein.
durch die gesunkene güternachfrage dürften die preise jedoch ebenfalls fallen, da ja bei gegebenem angebot und geringerer nachfrage ein überschussangebot herrscht. das hat auswirkungen auf die terms of trade und den wechselkurs. ebenfalls hat die geringere zinsrendite auswirkungen auf terms of trade und wechselkurs, da die inlandswertpapiere jetzt vom ausland weniger nachgefragt werden dürften. dadurch werden weniger dollar, yen oder was auch immer angeboten, wodurch die inlandswährung (aus unserer sicht euro) relativ an wert verliert. das gesunkene preisniveau und eben diese abwertung der inlandswährung müssten die inländischen produkte für das ausland günstiger machen, wodurch die güternachfrage (dank des auslandes) wieder ansteigt und die exporte zunehmen.
wenn die zunahme von priv. nettoinvestitionen sowie zunahme an exporten den rückgang durch senkung von G oder anstieg von T kompensieren bzw. sogar übersteigen, ergibt das einen höheren output, sofern sich das güterangebot elastisch an die neue nachfrage anpasst. dann hat man mehr output und somit mehr beschäftigung (da ja mehr leute eingestellt werden müssen, um die erhöhte nachfrage bedienen zu können) und weniger arbeitslosigkeit.
also ich hoffe, das stimmt. alles ohne gewähr :)
*edit*
an sich klingt es sinnig, finde ich. ich weiß jetzt aber nicht, wie realistisch es ist, dass die auslandnachfrage und anstieg von priv. nettoinvestitionen den rückgang der nachfrage durch senkung von staatsausgaben übertreffen.
Sehr schön weit ausgeholt und vor Allem alles gut erklärt im Kontext abgebildet! Danke für deine ausführliche Antwort! Für die keynesianische Arbeitslosigkeit unter erhöhter Steuerbelastung und sinkendem G ist das die absolute Musterlösung! :daumen: :daumen: :daumen:
Ursprünglich meinte ich ja die neoklassische Arbeitslosigkeit. Die Bekämpfung der neoklassischen AL fußt auf der langfristigen Angebotspolitik, sprich Wachstumspolitik und somit (strikte) Absage an Staatsinterventionismus. Da bin ich mittlerweile auf eine für mich schlüssige Lösung gekommen: Das Staatsdefizit muss insofern reduziert werden als dass der Staatshaushalt und die Ausgaben im Verhältnis zu dem Wachstum des Produktionspotenzial stehen. Sie können niedriger sein im Verhältnis zum gestiegenen Produktionspotenzial, dürfen aber auf keinen Fall höher sein. Müsste stimmig sein. ::shy::
EDITH war kurz am Werke.
ah neoklassische...oops :P
hab eh gerad gemerkt, dass meine erklärung nicht ganz richtig sein kann. durch den anstieg an nachfrage aus dem ausland würde das preisniveau ja wieder ansteigen. und wenn der nachfrageanstieg aus dem ausland die senkung an nachfrage des staates übertreffen würde, dürfte das preisniveau im vergleich zur ausgangssituation sogar gestiegen sein. und das kann eigentlich nicht sein, da das ausland bei einer steigerung des preisniveaus ja nicht mehr nachfragen würde also zuvor. also die wirkungen aus dem ausland könnten den nachfragerückgang wohl nur zum teil kompensieren :/
bin ich froh, dass ich nicht mehr sowas lernen muss :beer: :beer:
Ich jetzt auch nicht mehr... ;)
Und ich weiß, warum ich mich auf BWL konzentriere und diesen VWL Kram rauslasse. Und werde so in dieser Entscheidung immer wieder bestätigt ::ap::
Habe heute den Zulassungbescheid von der Uni Köln bekommen! :daumen: :daumen: :daumen: (Wirtschaftsinformatik)
Zitat von: Marcool am 11. August 2011, 15:24:49
Habe heute den Zulassungbescheid von der Uni Köln bekommen! :daumen: :daumen: :daumen: (Wirtschaftsinformatik)
mensch, der thread ist ja schon ganz schön eingestaubt... ::shy::
hat´s für dich schon begonnen oder wann ist vorlesungsstart?
Am Montag ist Vorlesungsstart!
Nachdem ich mich anfangs ein wenig verloren und mich von der verlangten Selbstständigkeit erschlagen gefühlt habe, habe ich nach diversen Informationsveranstaltungen die Zuversicht zurückgewonnen. :daumen: Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Leute kennengelernt, die im selben Boot wie ich sitzen. :daumen:
Und auch mein bisheriger Stundenplan sieht klasse aus, nur weiß ich auch, dass die Uni-Veranstaltungen nur etwa ein Drittel des Studium ausmachen und der Rest Selbststudium ist.
Zuerst hatte ich eine große Panik vor dem Studium gehabt, doch die bisherigen Veranstaltungen (insbesondere die Orientierungsphase, die heute und gestern war) haben mir diese zumindest ein wenig genommen. Was ich auch sehr schön finde ist, dass es hier sehr viele Veranstaltungen gibt (Kneipenbummel, Stadtrallye, etc.), bei denen man andere Studierende und vor allem Erstsemester kennenlernen kann! :daumen:
Ich bin also motiviert für den Start nächste Woche! :daumen:
Zitat von: Marcool am 07. Oktober 2011, 17:27:37
Am Montag ist Vorlesungsstart!
Nachdem ich mich anfangs ein wenig verloren und mich von der verlangten Selbstständigkeit erschlagen gefühlt habe, habe ich nach diversen Informationsveranstaltungen die Zuversicht zurückgewonnen. :daumen: Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Leute kennengelernt, die im selben Boot wie ich sitzen. :daumen:
Und auch mein bisheriger Stundenplan sieht klasse aus, nur weiß ich auch, dass die Uni-Veranstaltungen nur etwa ein Drittel des Studium ausmachen und der Rest Selbststudium ist.
Zuerst hatte ich eine große Panik vor dem Studium gehabt, doch die bisherigen Veranstaltungen (insbesondere die Orientierungsphase, die heute und gestern war) haben mir diese zumindest ein wenig genommen. Was ich auch sehr schön finde ist, dass es hier sehr viele Veranstaltungen gibt (Kneipenbummel, Stadtrallye, etc.), bei denen man andere Studierende und vor allem Erstsemester kennenlernen kann! :daumen:
Ich bin also motiviert für den Start nächste Woche! :daumen:
dann schonmal alles Gute :daumen:
und ein kleiner rat: geh das ganze nicht zu locker an, mach dich aber auch nicht verrückt. ich persönlich empfinde eigentlich nur die klausurenphasen als stressig, ansonsten hat man´s als student schon nicht schlecht ;)
Naja, mal abgesehen vom Studienort... Viel Spaß! ::wink::
Im Nachhinnein ist die Studienzeit ne nette Zeit, die leider viel zu schnell vorbei ist, und die man genießen sollte ohne alles zu bierernst zu nehmen. Das bringt nämlich auch nix und man ärgert sich hinterher nur umso mehr.
Zitat von: Roberto Carlos am 07. Oktober 2011, 18:30:02
Naja, mal abgesehen vom Studienort...
Wem sagst du das, ich mache ja schließlich keinen Hehl aus meiner Abneigung Köln gegenüber.
Aber viele Unis bieten Winfo ja nicht an und bisher habe ich ja auch einen guten Eindruck von der Kölner Uni, also was solls. Da muss ich jetzt durch. ::c::
Edit: Habe übrigens mal den Threadtitel angepasst.
Ach, du studierst jetzt in Kölle? Ist ja gleich um die Ecke, wohne in Bonn, arbeite in Troisdorf :)
Und ja, Köln ist nicht Jedermanns Stadt. Ich find sie auch nicht schön und irgendwie groß und schmutzig, aber die Mentalität der Leute ist toll! Rheinland eben.
Bonn dagegen ist wunderbar. Zwar nicht so groß, aber gerade deswegen schön grün, historisch... nur zu empfehlen.
Zum Feiern aber lieber nach Köln -bietet da einfach mehr!
Naja wie dem auch sei, viel Erfolg und vor allem Spaß im Studium!
Zitat von: Dugarry am 08. Oktober 2011, 13:19:09
Ach, du studierst jetzt in Kölle? Ist ja gleich um die Ecke, wohne in Bonn, arbeite in Troisdorf :)
Und ja, Köln ist nicht Jedermanns Stadt. Ich find sie auch nicht schön und irgendwie groß und schmutzig, aber die Mentalität der Leute ist toll! Rheinland eben.
Bonn dagegen ist wunderbar. Zwar nicht so groß, aber gerade deswegen schön grün, historisch... nur zu empfehlen.
Zum Feiern aber lieber nach Köln -bietet da einfach mehr!
Naja wie dem auch sei, viel Erfolg und vor allem Spaß im Studium!
Kann ich 100% bestätigen. :daumen: Auch wenn Bonn durch die Schließung der Sowjetkneipe GUM ein bißchen an Reiz verloren hat! ::bl:: :beer:
So die ersten beiden Vorlesungen sind vorbei und bisher gefällt es mir sehr. Bin mal gespannt wie es ist, wenn der harte Inhalt dran kommt.
Lustig übrigens: Vorlesung gestern - Start um 17:45. Vorlesung heute - Start um 8:00. ::b::
Ach ja, ich hatte bis jetzt "Technik des betrieblichen Rechnungswesens" und "Mathematik".
Zitatich hatte bis jetzt "Technik des betrieblichen Rechnungswesens" und "Mathematik".
Zitat von: Marcool am 11. Oktober 2011, 12:22:16
So die ersten beiden Vorlesungen sind vorbei und bisher gefällt es mir sehr.
Aha. ::scratch::
Naja Mathe war nur Wiederholung vom bereits bekannten Schulstoff und TbR war... naja, es zog sich ziemlich. ::c::
Ein bißchen habe ich wohl mit den Gefallen übertrieben, aber ich bin froh, dass es nicht so schlimm ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch wenn das natürlich erst der Anfang war und ich mir noch kein Urteil erlauben darf.
Zitat von: Marcool am 11. Oktober 2011, 12:37:14
Naja Mathe war nur Wiederholung vom bereits bekannten Schulstoff und TbR war... naja, es zog sich ziemlich. ::c::
Ein bißchen habe ich wohl mit den Gefallen übertrieben, aber ich bin froh, dass es nicht so schlimm ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Auch wenn das natürlich erst der Anfang war und ich mir noch kein Urteil erlauben darf.
Wenn dir die Vorlesungen gefallen, bist du in Wirtschaftsinformatik auf jeden Fall gut aufgehoben! ::ton:: :daumen:
Abwarten... ::wink::