TK bei Vereinsübernahme nach Entlassung des Vorgängers

Begonnen von Speedy, 04. Juli 2026, 06:57:12

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Speedy

Wenn ein Verein einen neuen Trainer bekommt, nachdem der Vorgänger wegen NMR entlassen wurde, erhält er die wegen NMR abgezogenen Punkte wieder zurück? Beim Beispiel Bayern München wären das Abzüge von gleich mehreren NMRs im Laufe der Saison ...

SamiNo

Die Regel wäre mir neu. Ist das vielleicht bei Torrausch so?
FCB hat ja schon einen neuen Coach und das TK blieb unverändert. Ich glaube nicht, dass da etwas rückwirkend bei der ZAT Auswertung wieder dazu kommt. Würde ich aber im Code nachschauen wollen

Speedy

Bei Torrausch wird die Hälfte wieder zurückgegeben, was ich für durchaus sinnvoll halte, um durch NMR heruntergewirtschaftete Vereine halbwegs attraktiv für Einsteiger zu machen, und wieder wettbewersfähig. Hier fand ich es unter den Regeln nicht (mehr). Denke aber, dass es das hier auch gegeben hat ...

Bayern ist ein gutes schlechtes Beispiel: der Kollege hat durchweg die Saison verfälscht durch seine zahlreichen NMRs, und besonders jetzt, wenn es nun ein Spaziergang wird gegen Bayern zu punkten. Falls es diese Regelung nicht gegeben hat, wäre ich sehr dafür sie einzuführen ...

SamiNo

Ja, das halte ich für eine gute Idee. Ab nächster Saison wird ein Trainer auch nicht nur bei zwei aufeinanderfolgenden NMRs entlassen, sondern auch, wenn es drei NMRs über die aktuelle Saison hinweg gibt. Beide Maßnahmen sollten gegen eine Verzerrung des Wettbewerbs wie bei FCB diese Saison verhindern.

Speedy


Chrille

#5
Ich verstehe das Argument mit der erhöhten Attraktivität einen NMR herunter gewirtschafteten Verein zu übernehmen. Aber ist das den restlichen Teams fair gegenüber?

Wenn ich am letzten Spieltag die Bayern zu Hause empfange und weiß jetzt: Mit drei Toren zu Hause habe ich drei Punkte sicher. Dann würde ich mehr TK in andere Spiele investieren um ggf. dort noch was einzufahren. Wenn nun am letzten Spieltag der Trainer wechselt und die Bayern nun mehr TK, auf Grund der NMR Rückzahlung erhalten, habe ich keine Chance mehr auf den Sieg.
Ich fände eine NMR Rückzahlung innerhalb der Hinrunde vertretbar, aber gerade gegen Saisonende hin schwierig. Das Bayern Beispiel mag eher ungewöhnlich sein und kommt hoffentlich nur selten vor, aber als Gegner würde ich mich benachteiligt fühlen. Gerade bei gleich drei NMR Spieltags-Rückzahlungen.

In Uruguay haben wir aktuell so einen Fall mit dem dritten NMR, bei noch zwei restlichen Spieltagen in Form von Defensor Sporting. Die Regelung mit der Entlassung nach drei, nicht aufeinander folgenden NMRs, innerhalb einer Saison ist für mich in Ordnung. Das sind dann halt die Regeln. Aber die letzten vier Teams wären nach der Übernahme, durch einen neuen Trainer, nun stark benachteiligt.

SamiNo

Zitat von: Chrille am 04. Juli 2026, 12:22:38Ich verstehe das Argument, mit der erhöhten Attraktivität einen NMR herunter gewirtschafteten Verein zu übernehmen. Aber ist das den restlichen Teams fair gegenüber?
Gerne weiter diskutieren. Da ist die Meinung der breiten Masse interessant.

Zitat von: Chrille am 04. Juli 2026, 12:22:38Wenn ich am letzten Spieltag die Bayern zu Hause empfange und weiß jetzt: Mit drei Toren zu Hause habe ich drei Punkte sicher. Dann würde ich mehr TK in andere Spiele investieren um ggf. dort noch was einzufahren. Wenn nun am letzten Spieltag der Trainer wechselt und die Bayern nun mehr TK, auf Grund der NMR Rückzahlung erhalten, habe ich keine Chance mehr auf den Sieg.
Ich fände eine NMR Rückzahlung innerhalb der Hinrunde vertretbar, aber gerade gegen Saisonende hin schwierig. Das Bayern Beispiel mag eher ungewöhnlich sein und kommt hoffentlich nur selten vor, aber als Gegner würde ich mich benachteiligt fühlen. Gerade bei gleich drei NMR Spieltags-Rückzahlungen.

Die TK Rückzahlung würde es aus meiner Sicht nur zum Zeitpunkt zurückgeben, wenn ein zweiter NMR hintereinander oder dritter NMR in der laufenden Saison zur Entlassung führt. Sprich: Maximale TK-Rückgabe wäre zum einen begrenzt, da maximal 3 NMRs möglich sind ab kommender Saison und zweitens würde die TK-Rückgabe unmittelbar nach der Entlassung und nicht nach der Einstellung eines neuen Trainers erfolgen.
Die Idee mit der Hinrunde fände ich gut, aber zu inkonsistent und sehr verwirrend für Casual-Spieler.
Eine Überlegung wäre auch, ob an den letzten 3 ZATs(?) nicht eine Vereinswechsel-Sperre eintritt..

Ich bin für alles offen und nehme erstmal nur die Änderung der 3 NMRs in einer Saison mit.

Speedy

#7
"Wenn nun am letzten Spieltag der Trainer wechselt"

Vereinswechsel sind bei Torrausch während der letzten 3 (?) ZATs nicht möglich, um zu verhindern, dass die Neuen in den Saisonabschluss eingreifen

Bei Copa gab es das m.E. auch (2? ZATs vor Saisonende), finde es in den Regeln auf die Schnelle nicht, denn es gab einmal vor laaaanger Zeit (wo sonst als in Uruguay) den Fall, dass am letzten ZAT ein Neuer Einstieg und nicht "normal" tippte, sondern einen Verein zur Reissterschaft, ähem, Meisterschaft verhalf. Meinewenigkeit wurde etwas ungehalten und ließ eine Regeländerung im Forum diskutieren. Die Stimmungslage war eindeutig und El reagierte zügig.

Der oben geschilderte Fall würde also nicht eintreten.


"Wenn ich am letzten Spieltag die Bayern zu Hause empfange und weiß jetzt: Mit drei Toren zu Hause habe ich drei Punkte sicher."

Das Problem im vorliegenden Bayern-Fall, man weiß es bereits drei Spieltage vor Schluss, dass drei Spieltage lang ein Heimsieg mit drei Toren reicht ... Eine eklatante Verzerrung. Alle anderen 10 Vereine mussten sich gegen die Bayern wehren, und drei werden auf der Zielgeraden durchgewunken. Da hier 5 NMRs vorliegen ist der Fall extrem, bei Absenkung auf 3 kann das Problem zwar gemäßigt werden, aber nur dann, wenn sich der Neuling keine NMRs leistet ...


"TK-Rückgabe unmittelbar nach der Entlassung und nicht nach der Einstellung eines neuen Trainers erfolgen."
Trainer sollten für NMRs bestraft werden, nicht Vereine. Bis 3 ZATs vor Saisonende.

Coach

#8
Ich denke mal der Bayerntrainer, hat nicht mit Absicht so getippt, sondern hat es bissel schleifen lassen. Mal hat er sich eingeloggt, dann wieder 14 Tage nicht. Hatte sich wahrscheinlich von diesem Onlinespiel auch was anderes vorgestellt. In Zukunft soll er nach 3 nicht hintereianderfolgenden NMR rausfliegen und der Verein bekommt dann wieviel TK wieder? Er hat ja an den einzelnen NMR´s keins verbraucht. (ach jetzt hab ich es gefunden: so werden dem Team pro verpasstem Spieltag 2 Tore vom TK abgezogen)

Und wenn dann der Verein sagen wir mal 6 Wochen keinen Trainer hat bekommt er ja immer das TK des Patenzuges abgezogen. Dann kommt 4 Wochen vor Ende der Saison ein "neuer" Trainer (könnte auch der alte sein mit "neuem" Namen und bekommt dann wieviel TK wieder? Damit er attraktiv bleibt. Das würde mich mal interessieren.

Den von Speedy geschilderten Urugayfall hatte ich in Schweden auch schon, leider hat auch dieser User damals das Meisterschaftsrennen in den letzten 3 Zats durcheinander gebracht.  ::diss::

Wenn aber ein Trainber sein TK verballert weil er keine Ahnung hat, oder eine andere Strathegie verfolgte, aber durch wöchentliches 0 setzen an den letzten 3, 4 oder 5 Spieltagen, so weiß man auch 4 Wochen vorher , gegen den reicht ja ne Heim-3, wo ist da das Problem? Ich wäre bei diesem Problemchen auf der Seite von Chrille.

Neuer Trainer nur bis 4 Zat vor Schluß ist meine Meinung, ohne TK-Aufhübschung
- die rechte Hand
- Dr.P.Pacult

Wo ist meine Superettan hin?

Speedy

Der Trainer von Bayern sollte schon Ahnung bzw  eine Vorstellung von Copa haben: seit 2005 gelistet, seit Saison 17 ununterbrochen bis Saison 42 tätig. Daher wundert mich diese Kasperlsaison.

Meine Vorstellung ist es, dass nur die Tore vom TK abgezogen werden, die auch gefallen sind. Strafen sind künstlich. Heißt: Fallen 0 Tore in zwei Spielen eines ZAT bekommt der Verein dafür 4 TK abgezogen, obwohl kein Tor gefallen ist, dort entsteht ein Ungleichgewicht (schon in der doppelten Buchführung nicht statthaft😋). Dieser künstlich herbeigeführte Abzug muss daher nach Entlassung korrigiert werden (dafür braucht es eigentlich gar keine Gründe), auch damit der trainerlose Verein in der Patenliga einen angemessenen Paten für die trainerlose Zeit erhält. Strafen verzerren somit nicht nur die eigene Liga, sondern auch den Querbezug zur Patenliga und vervielfacht somit die Verzerrung in der eigenen.

Fände ich nicht nachvollziehbar, in Samis Worten 'verwirrend für Casual-Spieler'.

Dr. Calakmul

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber das Thema ,,Vereinsübernahme bis drei ZAT vor Saisonende" wollte ich ohnehin selbst ansprechen. Dafür wäre ich absolut.

Der einzige Nachteil wäre aus meiner Sicht, dass man dadurch potenzielle neue Trainer bzw. Mitspieler für Copa vergraulen könnte.

Was ich vor Kurzem ebenfalls angesprochen habe: Ein Trainer sollte pro Saison maximal drei NMRs verursachen dürfen – unabhängig davon, ob diese hintereinander oder über die gesamte Saison verteilt auftreten. Auch das führt letztlich zu einer Wettbewerbsverzerrung.
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Herbie

Zitat von: Dr. Calakmul am 05. Juli 2026, 19:36:18Was ich vor Kurzem ebenfalls angesprochen habe: Ein Trainer sollte pro Saison maximal drei NMRs verursachen dürfen – unabhängig davon, ob diese hintereinander oder über die gesamte Saison verteilt auftreten. Auch das führt letztlich zu einer Wettbewerbsverzerrung.

Diese Änderung hatte SamiNo ein paar Nachrichten zuvor bereits bestätigt.

Andersherum gedacht führt eine Entlassung in der Schlussphase in der Schweiz aktuell zu dem Problem, dass der Verein wenig TK hat, sein Pate aber noch reichlich (fast doppelt so viel), weil es scheinbar an diesem Spieltag keine Möglichkeit gibt, einen Paten zu bestimmen, der ein ähnlich niedriges TK hat.

Das verzerrt den Saisonendspurt ebenfalls, allerdings vermute ich, dass es dafür keine Lösung gibt?
Eine spontane Idee, die ich hätte, wäre, mehr als nur eine Liga als Patenliga, um vielleicht einen Verein zu finden, der TK-technisch in einer ähnlicheren Situation ist.

Wäre natürlich die Frage, ob das technisch überhaupt umsetzbar ist.

Dr. Calakmul

Zitat von: Herbie am 05. Juli 2026, 19:48:33
Zitat von: Dr. Calakmul am 05. Juli 2026, 19:36:18Was ich vor Kurzem ebenfalls angesprochen habe: Ein Trainer sollte pro Saison maximal drei NMRs verursachen dürfen – unabhängig davon, ob diese hintereinander oder über die gesamte Saison verteilt auftreten. Auch das führt letztlich zu einer Wettbewerbsverzerrung.

Diese Änderung hatte SamiNo ein paar Nachrichten zuvor bereits bestätigt.

Thx. Ich hab nun alles nachgelesen.  :daumen:

Wir haben in Österreich auch einen Fall mit dem SK Rapid. Neuer Trainer am letzten ZAT, hohes Rest TK. Der vorherige Trainer war schon ein bisschen ausrechenbar, der neue Trainer nicht, hat nun aber hohes Rest TK. Was man dagegen tun kann? Hinnehmen?

In diesem Fall spielt der SK Rapid noch einmal gegen alle Vereine, sodass jeder damit zu kämpfen hat. Vielleicht macht das gerade im Endspurt den Reiz des Spiels noch aus.
Würde NICHT jeder gegen den SK Rapid, dann wäre es meiner Meinung nach nicht fair.
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SamiNo

#13
Ich habe mir die letzten Tage einmal Gedanken gemacht (Achtung: ihr solltet Zeit und Kopf haben.. und am besten nüchtern sein  ::c:: ).

Die Grundidee, die aus diesem Thread resultiert, lautet ja, dass die Rückzahlung des Straf-TKs bei NMRs den Schaden heilen soll, den der Ex-Trainer beim betroffenen Verein angerichtet hat. Sie soll den Verein aber nicht "reich" machen. Aktuell erhält der Verein nach NMR-Entlassung KEIN abgezogenes TK zurück und auch die Wechselsperre zum Saisonende, an die Speedy sich erinnert, existiert im heutigen Code nicht.

Folgende Punkte grundsätzlich:
Die NMR-Strafe beträgt 2,0 TK pro Spiel des NMR-ZATs. Ein gebündelter ZAT mit mehreren Spielen kostet je nach Ligagröße also zwischen 2,0 und 8,0 TK (bei 1 bis 4 Spielen pro ZAT) auf einen Schlag. Beim Entlassungs-NMR selbst, aktuell also dem zweiten in Folge, fällt keine 2,0er-Strafe mehr an, weil dort bereits der Patenzug oder die H2/A1-Regel greift. Die neue 3-NMR-Regel verhält sich genauso. Bestraft werden nur der erste und der zweite NMR, der dritte führt zur Entlassung.

Zur Einordnung der Beträge hilft ein Blick auf das Saison-Start-TK eines Mittelfeld-Teams. Es beträgt in einer 10er-Liga 59,7 TK, in einer 12er-Liga 36,2 TK, in einer 16er-Liga 49,2 TK und in einer 24er-Liga 76,2 TK. Quer über alle Ligagrößen hat ein Mittelfeld-Team damit fast exakt 1,65 TK pro Spieltag zur Verfügung (im Folgenden als "Norm" bezeichnet). Ein Trainer kann ab kommender Saison bis zu seiner Entlassung in Summe zwischen 2,0 und 16,0 TK an Strafen ansammeln, je nachdem ob er nach zwei NMRs hintereinander oder nach drei NMRs über die ganze Saison entlassen wird und wie viele Spiele auf seinen NMR-ZATs lagen. Das sind maximal 22 Prozent des durchschnittlichen Start-TKs.

Die 3-NMR-Regel kommt definitiv ab Saison 44. Diese Regel lohnt sich unabhängig von jeder Rückzahlung. Heute kann ein Trainer mit einem NMR an jedem zweiten ZAT, also nie zwei in Folge, unentlassen zwischen 60 und 63 Prozent des Saisonbudgets verbrennen (so wie es bei FCB in der 2. Bundesliga war). In einer 10er-Liga sind das 36,0 TK, in einer 24er-Liga 48,0 TK. Mit der 3-NMR-Regel ist dieser Schaden hart gedeckelt, in einer 10er-Liga auf höchstens 12,0 TK und in einer 24er-Liga auf höchstens 16,0 TK, also auf die genannten maximal 22 Prozent.

Die NMR-Strafe von 2,0 TK pro Spiel liegt nur 0,35 TK über der normalen Spieltag-Norm von 1,65 TK (siehe oben). Wer den gesamten Straf-TK zurückbekommt, hätte die NMR-ZATs damit rückwirkend fast geschenkt und stünde am Ende besser da als ein Mittelfeld-Verein, dessen Trainer die ganze Saison "brav" gespielt hat. Am krassesten ist das kurz vor Saisonende. Bei einer Entlassung am vorletzten ZAT hätte der Verein das 2- bis 2,8-Fache des normalen Rest-Budgets. Er bekäme zum Beispiel 10,0 TK zurück, hat aber nur noch 3 Spiele vor sich, für die ein Mittelfeld-Verein im Durchschnitt noch 5,0 TK übrig haben sollte. Am letzten ZAT wären es im Worst Case beim 24er sogar 16,0 TK. Der Verein mit dem sabotierenden Trainer wäre ausgerechnet das begehrteste Übernahme-Schnäppchen der Liga. Das lädt nicht nur zum Multiaccounting ein, sondern sorgt auch bei einer ehrlichen Übernahme für Wettbewerbsverzerrung.

Auch 50 Prozent Rückzahlung würden nicht funktionieren. Damit wäre dasselbe Problem nur halb so groß und der richtige Betrag wird trotzdem nie getroffen. Wie viel der Verein braucht, hängt von zwei Dingen ab, die ein fester Prozentsatz beide ignoriert, nämlich wie viel noch auf dem TK-Konto liegt und wie viele Spiele noch kommen. Trainer von Verein A wird spät entlassen, hat aber noch ordentlich TK auf dem Konto. Die 50 Prozent kommen obendrauf und es gibt wieder zu viel TK und wieder ein mögliches Torfestival am Saisonende. Verein B wurde vom Trainer richtig leergeschossen und er wird zur Saisonmitte entlassen. Da reichen die 50 Prozent hinten und vorne nicht, der Pate kann weiterhin kaum Tore übertragen und jeder Gegner, der jetzt gegen Verein B spielt, bekommt ein relativ leichtes Spiel. Ein fester Prozentsatz (egal ob 50% oder 100%) ist also mal zu viel, mal zu wenig und nur zufällig mal richtig.

Ein Punkt vorweg, weil Coach zu Recht fragt, wo das Problem liegt, wenn man ohnehin weiß, dass gegen so einen Verein eine Heim-3 reicht. Die NMR-ZATs selbst kann keine Rückzahlung der Welt reparieren. Wer während der NMR-Serie gegen den Verein gespielt hat, hatte leichte Spiele und das bleibt auch so. Diese Phase wird künftig nur durch die 3-NMR-Regel verkürzt. Die Rückzahlung zielt auf die Zeit NACH der Entlassung. Ohne sie treten nämlich alle späteren Gegner gegen ein wehrloses Paten-Team an, das kaum Tore übertragen bekommt, während die früheren Gegner noch gegen einen vollwertigen Verein spielen mussten. Genau diese zweite Schieflage lässt sich beheben.

Jetzt mein Vorschlag (noch offen zur Diskussion):
Wird ein Trainer wegen NMRs entlassen, bekommt sein Verein aus dem Straf-TK nur so viel zurück, wie er braucht, um normal weiterspielen zu können. Jede 2,0-TK-Strafe, die ein Trainer ansammelt, wird dafür in einem "Topf" für seinen Verein mitgezählt, wobei bei einem gebündelten ZAT jedes Spiel zählt. Ein NMR an einem ZAT mit 3 Spielen legt also 6,0 TK in den Topf. Sofort bei der Entlassung durch den zweiten oder dritten NMR wird das TK-Konto des Vereins aus dem Topf aufgefüllt. Sofort deshalb, damit schon ab dem nächsten Spiel der Pate wieder Tore übertragen kann und der Verein für freie Trainer interessant bleibt. Kein Gegner soll einen "wehrlosen" Verein vorgesetzt bekommen, nur weil dessen Trainer geschlampt hat.
Das entschärft nebenbei auch Herbies Beobachtung aus der Schweiz, dass der Pate zuletzt fast doppelt so viel TK hatte wie sein trainerloses Mündel. Mit der Auffüllung steht das Mündel wieder auf Norm-Niveau und die Lücke schrumpft von allein.

Aufgefüllt wird dabei bis zum Normal-Niveau und nie darüber. Normal-Niveau heißt so viel TK, wie ein durchschnittlich geführter Verein für die restlichen Spiele der Saison noch hätte. Als Faustformel sind das 1,65 TK pro noch ausstehendem Spiel, denn genau so ist das Saisonbudget jeder Liga bemessen (siehe oben). Bei 6 Restspielen liegt das Normal-Niveau demnach bei 9,9 TK. Der Topf bleibt immer die Obergrenze. Es fließt nie mehr, als an Strafen drin liegt und was nach dem Auffüllen übrig bleibt, verfällt ersatzlos.

Drei Beispiele
Beispiel eins, das leergeschossene Konto. Ein Verein in einer 12er-Liga wird zur Saisonmitte trainerlos und hat noch 5,5 TK bei 11 Restspielen. Das Normal-Niveau liegt bei 18,2 TK (11x1,65TK) und im Topf liegen 10,0 TK. Also fließen alle 10,0 TK und der Verein ist dann mit 15,5 TK wieder spielfähig und für neue Trainer interessant. Die Rechnung zeigt nebenbei, dass dieser Verein trotz der Strafen bereits relativ viel (genau 20,7 TK von 36,2 Start-TK) in seine Spiele investiert hat und dementsprechend ordentlich in der Tabelle stehen sollte, bei vergleichsweise schlechterem Rest-TK.

Beispiel zwei, das gut gefüllte Konto. Ein Verein hat bei der Entlassung noch 18,0 TK und 13 Restspiele. Das Normal-Niveau liegt bei 21,5 TK. Es fließen nur 3,5 TK zurück und der Rest des Topfes verfällt. Der Verein braucht nicht mehr.

Beispiel drei, die Entlassung am vorletzten ZAT. Es stehen nur noch 3 Restspiele aus und das Normal-Niveau liegt bei 5,0 TK. Hat der Verein noch 4,0 TK, fließt genau 1,0 TK, egal wie voll der Topf ist. So bekommt kein Verein kurz vor Schluss ein hohes TK-Konto für mögliche Torfestivals am letzten Spieltag.

Zusätzlich:
Chrilles Fall aus Uruguay ist dafür übrigens ein Live-Beispiel. Defensor Sporting stünde mit der neuen Regel nach dem dritten NMR ohne Trainer da, hätte aber bei aktuell 12,5 TK und 4 Restspielen ein Normal-Niveau von nur 6,6 TK. Es würde also gar nichts aufgefüllt, egal wie viele Strafen vorher zusammengekommen sind, denn der Verein liegt schon von allein über der Norm. Die letzten Gegner hätten keinen aufgepumpten Verein vor sich und eine Last-Minute-Übernahme wäre durch das geschlossene Fenster (folgt unten) ohnehin ausgeschlossen.

Kurz gesagt wird der Verein so gestellt, als hätte ihn ein ganz normaler Trainer geführt. Nicht schlechter, aber auch nicht besser. Die Auffüll-Regel beantwortet also nicht die Frage, wie viel vom Straf-TK zurückgegeben wird, sondern die Frage, was der Verein braucht, um normal weiterspielen zu können. Das funktioniert wie eine Versicherung. Sie ersetzt den Schaden, der wirklich entstanden ist und zahlt nicht pauschal die Hälfte oder das Ganze der Beiträge aus, egal ob das Auto einen Kratzer oder einen Totalschaden hat. Und weil das Normal-Niveau überall dasselbe bedeutet, passt sich die Regel jeder Ligagröße von allein an.

Zusätzlich 2.0: Der Übernahme-Stopp in der Schlussphase kommt ebenfalls sicher. Ab kommender Saison wird nach der Auswertung des 11. ZAT das Trainerkarussell bis zur neuen Saison geschlossen. Das entfernt das letzte Manipulationswerkzeug, das die Auffüll-Regel übrig lässt, denn der Schaden durch Multiaccounting entsteht durch die Absicht und nicht durch die Höhe des TK-Kontos. Dagegen hilft nur ein geschlossenes Fenster.
Der aktuelle Fall beim SK Rapid mit einem neuen Trainer am letzten ZAT und hohem geerbtem Rest-TK zeigt übrigens, dass dieses Problem nicht einmal NMRs braucht. Genau solche Last-Minute-Übernahmen wären damit vorbei, auch die von Coach befürchtete Variante, dass der alte Trainer unter neuem Namen zurückkommt.
Wird ein Trainer in der Schlussphase entlassen, füllt die Auffüll-Regel das Konto sofort auf Normal-Niveau auf und der Pate spielt die Saison funktionsfähig zu Ende. Der Pate ist neutral geregelt und hat keine "eigene Agenda" und genau das wollen wir in der entscheidenden Phase. Alle Gegner des trainerlosen Vereins treffen so auf dieselben fairen Bedingungen. Erst zur neuen Saison übernimmt ein neuer Trainer.
Zu Dr. Calakmuls berechtigtem Einwand, dass man damit potenzielle Neueinsteiger vergraulen könnte. Wer in der Schlussphase einsteigen würde, bekäme drei bedeutungslose Wochen mit fast leerem TK-Konto. Wer stattdessen zur Saisonumstellung einsteigt, bekommt volles Start-TK und eine komplette Saison vor sich. Wir vergraulen also niemanden, wir lenken Neueinsteiger nur zum deutlich attraktiveren Einstiegszeitpunkt. Alternativ könnte man überlegen, dass ein Wechsel zum Verein möglich ist, aber die Zugabgabe für die letzten drei ZATs gesperrt wird.

Das Gesamtpaket
Drei Regeln decken damit sauber drei verschiedene Probleme ab. Die 3-NMR-Regel deckelt den Schaden, den ein Trainer anrichten kann. Die Auffüll-Regel heilt den Verein und hält die Liga für alle Gegner fair. Das Übernahme-Fenster verhindert, dass aus der Heilung ein Einfallstor für Manipulation in der Schlussphase wird. Gegner treffen auf ein normal ausgestattetes Paten-Team statt auf einen wehrlosen Punktelieferanten und ein neuer Trainer übernimmt einen spielfähigen Verein, aber keinen TK-Riesen.

Cheers  :beer:

Dr. Calakmul

Also, mein 10-Uhr-(Vormittags-)Bier hatte ich noch nicht – insofern kann ich guten Gewissens sagen: Ich habe alles verstanden und bin damit absolut einverstanden. 😄

Gerade der Schlusspunkt, dass ein Verein mit einem neuen Trainer wieder spielfähig ist und über ein faires Rest-TK verfügt, lässt Copa in Sachen Fairness noch einmal in einem deutlich positiveren Licht erscheinen.

Die Idee, dass man einen Verein am Saisonende zwar übernehmen, aber bis zur neuen Saison noch keine Züge setzen darf, gefällt mir ebenfalls sehr gut. Wird es dazu bei der Vereinsübernahme einen entsprechenden Hinweis geben?

So ist jedenfalls sichergestellt, dass ein neuer Trainer seinen Verein bereits übernehmen kann – wenn auch mit einer kurzen Wartezeit bis zur aktiven Spielteilnahme. Denn drei Wochen zu warten, um dann zum richtigen Zeitpunkt noch einmal bei Copa vorbeizuschauen, würde wohl die wenigsten Neulinge motivieren.
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