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1. Bundesliga

Begonnen von Marcool, 18. Juli 2009, 14:29:25

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Coach

naja, eigentlich wollte er nicht weg, sondern er wollte mehr Geld

Und gegen wen die bayern international gewinnen ist mir eigentlich auch Wurst, Hauptsache sie gewinnen.
- die rechte Hand
- Dr.P.Pacult

Wo ist meine Superettan hin?

Speedy

#7351
Hola Alpha,
vorab Respekt vor deinem Beitrag, und der Mühe, die du dir dabei gemacht hast, auf meinen (zugegeben in der Bezeichnung des zentralen Themas provokanten) Beitrag zu antworten. Muchas Gracias. Ich lese deine Ausführung mit Detailwissen zur Primera Division mit Neugier, da mir die genannten Zahlen und Entwicklungen teilweise nicht bewusst bzw. neu und meine Vorstellungen teilweise noch auf älterem Stand sind. Dennoch hast du den Kern meiner Aussage, die ich zugegebenermaßen oben etwas unstrukturiert und unpräzise vorgetragen habe, nicht getroffen, aber gestriffen. Anhand deines Beitrags kann ich daher sehr gut ansetzen und erklären, warum ich eine bestimmte Transferpolitik, und jetzt mal namentlich, von Real, Chelsea, ManU, ManCity, Arsenal und mit kleinen Abstrichen Liverpool auf Grund von eigenen Beobachtungen als Außenstehender in den letzten Jahren und mit Beleg als modernen Menschenhandel zu bezeichnen gedenke.

Zunächst möchte ich das zentrale Thema ,,Menschenhandel auf dem Transfermarkt in Europa" fein differenzieren und von 4 Seiten betrachten.

A: Ausschließen will ich jegliche Bewertung von Transferaktivitäten innerhalb der Bundesliga. Dieses Fass hier parallel aufzumachen verkompliziert das Thema, zumal m.E. allenfalls nur Ansätze von der hier zu beleuchtenden Transferpolitik zu erkennen sind. Was mich stört ist die Transferpolitik oben genannter Vereine, die in letzter Zeit häufiger auch die Bundesliga in eine Opferrolle zu drängen imstande sind. Also Fokus auf Transfers zwischen dem europäischen Ausland und der BL.

B: Den Transferprozess an sich, der seit dem Bosman-Urteil unter bestimmten Bedingungen verstärkt abgebende Vereine schwächen/benachteiligen und erwerbende Vereine stärken/bevorteilen kann, möchte ich nicht kritisieren, da der Spieler im Gegensatz zu früher freie Arbeitsplatzwahl genießen darf (in Abhängigkeit von seinem Spielerberater). Das funktioniert mehr oder weniger, ist gut so. Die Höhe von Transfers will ich auch nicht kritisieren, sofern der abgebende Verein angemessen entschädigt wird. Mich stört hingegen nur eine bestimmte Transferpolitik, die oben genannte Vereine betreiben, also die Aktivitäten auf dem Transfermarkt, die ab einem bestimmten Wendepunkt meiner Meinung nach in Menschenhandel übergehen.

C: Einfluss von Spielerberatern auf den Transferprozess bzw. Macht (Real) und Ohnmacht (BL) bei Transfers, die durch bestimmte Spielerberater initiiert und manipuliert werden.

Bevor ich auf die Punkte eingehe, nähere ich mich zuerst deinem Beitrag etwas an.
ZitatSolange man Spieler wie Emre Can für 12 Mio. EUR in England unterbringen kann, braucht man sich nicht unbedingt beschweren [..] Ist Freiburg denn heute auch das arme Opfer des BvB, weil Ginter nach Dortmund wechselt?
Beiden Transfers kann ich nur Positives abgewinnen, Freiburg ist angemessen (Marktwert lt. transfermarkt.de 12 Mio., Ablöse 10 Mio.), und Leverkusen übermäßig (7,5 Mio. vs. 12 Mio. EUR) entschädigt worden. Dass für Fans noch so bittere Spielerverkäufe in der Tat enorme Vorteile mitsichbringen können, sieht man am Beispiel von Ajax seit Jahrzehnten.

ZitatDas große Defizit der Bundesliga ist und bleibt die Auslandsvermarktung
So ist es, hier kann die BL noch nacharbeiten und Mehreinnahmen unter den Vereinen verteilen, um sich gegen den ,,Menschenhandel" von außen besser zur Wehr setzen zu können als es bspw. dem BVB und FCB zuletzt vergönnt war.

Zitat.. da es [in Spanien] eine Zentralvermarktung wie in Deutschland nicht gibt
Das war mir jetzt nicht bewusst, erklärt aber die hohe Finanzkraft von Real und Barca schon einmal zum Teil. Ist aber m.E. nicht verwerflich. Lassen sich das die kleinen Vereine gefallen, dann scheint ja auch DAS System zu funktionieren.

ZitatIn der ersten Liga wirtschaften u. a. Athletic Bilbao, Eibar, Granada, Celta de Vigo, Real Sociedad oder Real Madrid (!) sehr vernünftig, deswegen sollte man sich vor Pauschalaussagen hüten
Es wird jetzt spannend. Diese Aussage verwundert mich etwas. Die Zahlen von Real laut deiner in der Tat exzellenten Quelle kannte ich so nicht, überrascht mich bezogen allein auf Real allerdings nicht sonderlich. Dass nahezu dreistellige Millionen-Transfers sich für Real rechnen, bezweifle ich keineswegs mehr, seit ich in der Zeit des Beckham-Transfers 2003/04 die Einnahmen aus dem weltweiten Trikotverkauf mit der Nr. 23 zu lesen bekam (624.000 EUR an Tag 1, vgl. Beckham-Eintrag, wikipedia). Verwunderung deswegen, weil mir andere Zahlen im Kopf schwirren, zwar nicht vereinsbezogen, bueno, an dieser Stelle habe ich wohl verallgemeinert, aber mit Blick auf diesen Link https://de.wikipedia.org/wiki/Primera_Divisi%C3%B3n_%28Spanien%29 erkenne ich, dass deine Zahlen irgendwie nicht zu 3,5 Mrd. Gesamtschulden (darunter rd. 500 Mio. [750 Mio. laut anderer Quelle] Steuerschulden, Stand dieser Daten 2012) ,,spanischer Vereine der Primera Division" zusammenpassen. Wenn dann noch seitens der Regierung ein Schuldenerlass diskutiert wird, sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn nur der Name Primera Division fällt. So mein Kenntnisstand bisher, lasse mich aber gerne von den geschilderten neuen Tendenzen überzeugen. Gilt das denn auch für die kleinen Vereine, also die, die in der Vergangenheit gemisswirtschaftet haben und offensichtlich einen Großteil an Steuerschulden tragen? Diese Vereine können sich keine Transfertricks wie Real oder englische Clubs leisten ....

Nun aber zu meinen Betrachtungswinkeln des Menschenhandels:

Zu B
Real gehört zu den Vereinen mit hoher Finanzkraft. Unbestritten. Aber woher stammt das Geld? Reals Transferpolitik ist nicht ausschließlich auf Verstärkung des Kaders ausgerichtet, vielmehr auf Vermögensbildung durch Transferaktionen. Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass Real genau solche Spieler aus der BL zieht, die eine Vertragsrestlaufzeit von 1 Jahr und weniger haben oder eine für Real günstige Ausstiegsklausel besitzen: Beispiele für erstgenanntes sind Sahin, Khedira, Özil, Kroos. Die abgebenden Vereine befinden sich im Entscheidungszwang sofort für ein wenig Ablöse zu verkaufen oder in einem Jahr den begehrten Spieler zu verschenken. In beiden Fällen gewinnt Real: Erwerb des Spielers weit unter Wert und Mehrung des eigenen Vermögens bei sehr langer Vertragslaufzeit und zugleich substanzielle Schwächung des stets konkurrierenden Bundesligisten. Reals Finanzkraft erhöht sich aber nur dann, wenn sich der hinzugewonnene Vermögenswert veräußern lässt. Und zuletzt findet Real stets in der Premier League einen zahlungswilligen Abnehmer. Beispiele sind Sahin (Marktwert vor Real-Handel 20 Mio., Ablöse 10 Mio., hier hat sich Real allerdings verspekuliert), Khedira (MW 18 Mio., Ablöse 14 Mio., Weiterverkauf voraussichtlich 25 Mio., Transfergewinn +11 Mio.), Özil (MW 27 Mio., Ablöse 18 Mio., Weiterverkauf 50 Mio.), Kroos (MW 42 Mio., Ablöse 25 Mio., Weiterverkauf folgt garantiert innerhalb der nächsten drei Jahre. Die durchschnittliche ,,Durchlaufzeit" dieser ehemaligen Bundesligaspieler bei Real beträgt 2,75 Jahre.

Meine These ist folgende: Real scannt den Transfermarkt auf exakt die Talente, die sich in der geschilderten Vertragssituation befinden und dem abgebenden Verein wenig Möglichkeit lassen diesen nicht weit unter Wert veräußern zu müssen. Der Erstkontakt mit dem Spieler tritt dann auf, wenn der abgebende Verein Maßnahmen ergreift, um den laufenden Vertrag zu verlängern. Wohlwissend um das Angebot von Real lehnt der reisewillige Spieler jedes Angebot ab. Real verfolgt nur am Rande das Ziel seinen Kader um Bundesligisten zu verstärken, sondern um Bundesligisten substanziell zu schwächen und selbst Transfergewinne zu erzielen. DAS nenne ich Menschenhandel. Es stört mich, dass Real mit derartigen Transfergewinnen auf Kosten der handlungsunfähigen Bundesligisten diese Spirale weiter drehen darf.


In der Premier League gibt es ähnliche Beispiele von Menschenhandel, wie ich die Transferpolitik von oben genannten Vereinen auch hier bezeichnen möchte, im Folgenden aber nur kurz umrissen:
Folgender Link beispielhaft für die Transferaktivitäten von Chelsea: http://www.transfermarkt.de/fc-chelsea/transfers/verein/631?saison_id=2013&pos=&detailpos= Hier ist zu sehen, wer ausreichend scrollen will, ein voluminöser Kader, den Chelsea nicht selbst unterhält, sondern durch zahlreiche Leihgeschäfte von anderen Vereinen unterhalten lässt. Einziges Ziel dieser Transferpolitik ist es, junge Talente zu locken und deren Transferrechte zu erwerben. Schlägt der eine oder andere gut beim ,,Gastverein" ein, dann wird dieser Spieler entweder in den eigenen Kader integriert oder gewinnbringend weiterverkauft. Beispiel Globetrotter de Bruyne (20jährig): Kauf von Genk für 8 Mio. EUR, 2 Jahre Leihe zurück an Genk und an Werder, Verkauf an VFL W für 22 Mio. (MW 15 Mio.), Transfergewinn +14 Mio. EUR. Beispiel Kalas (17jährig), Kauf von Olmütz für 6 Mio. EUR, 4 (!) Jahre Leihe an Olmütz zurück, Vitesse, und heute 1. FC Köln. Wenn er in der BL gut einschlägt, werden Interessenten Schlange stehen.

Die Jagd auf junge Talente und deren Rumgeschubse bis zum finalen Verkauf nenne ich gleichermaßen Menschenhandel. Primäres Ziel ist es vor der Konkurrenz Transferrechte zu ergattern und zu Geld zu machen.

Folgt man dem Chelsea-Link kann auf einfache Weise Ein- und Verkaufs- sowie die Leih- Aktivitäten in anderen Saisons verfolgt, und auch zu den anderen oben genannten Vereinen gewechselt werden. Bei ManU müsste man ordentlich scrollen, um den Überblick zu behalten.

zu A
Erste Tendenzen solcher Transferpolitik könnten unter Magath bei S04 und beim VFL (zweite Amtsperiode) zu finden sein, habe aber keinen geordneten Überblick darüber, will ich auch gar nicht kennen.

zu C
Was haben Reus, Götze, Sam, (Drmic) und Kroos gemeinsam? Sie befanden sich in der Situation eine Vertragsrestlaufzeit von 1 Jahr zu haben, als sie Vertragsverlängerungen ausschlugen und (teils überraschend) einen Wechsel zur neuen Saison bekannt gaben – es sei dahingestellt, welche Ablösesumme floss oder ob eine Ausstiegsklausel vorlag. Lediglich BMG und BVB  als abgebende Vereine wurde angemessen entschädigt, aber das soll hier auch vernachlässigt werden. Allen gemein ist, dass sie dem gleichen Spielerberater ihr Vertrauen schenken. Dieser Transferprozess ähnelt sehr dem von Real, wobei hinterfragt werden müsste, ob Real den Markt nach Talenten mit Vertragsrestlaufzeit von <1 Jahr scannt, oder sich auf die Geschäftstüchtigkeit diverser Spielerberater wie z.B. gerade umschriebenen verlässt. Ist wohl eine Kombination von beiden. Fakt ist, dass der genannte Spielerberater größtenteils ein Portfolio von im Schnitt 18 – 24järigen besitzt (vgl. hier http://www.transfermarkt.de/sportstotal/beraterfirma/berater/199), von denen einige wenige goldene Kälber für Reichtum sorgen. An jedem Transfer verdient der Berater mit,  sei es wenn vor Vertragsende Ablöse fließt (prozentuale Beteiligung) oder am Ende der Vertragslaufzeit keine Ablöse fließt (Handgeld für Spielervermittlung vom ,,erwerbenden" Verein). Der Spielerberater gewinnt grundsätzlich. Es würde mich nicht wundern, wenn diesem Spieler spätesten 1+Jahr vor Vertragsende ,,Verhaltensregeln" gegenüber seinem Verein nahegelegt werden, inkl. rosiger Zukunftsbilder mit Blick auf den potenziellen neuen Verein.

Etwas pessimistisch stimmt mich, dass FC-Talent Horn auch in diesem Portfolio zu finden ist, und dass trotz Verkündung ,,bei Vertragsverlängerung von FC-Talenten und Leistungsträgern selbst langfristig unterschreiben zu wollen" bislang jede Anfrage zur Unterzeichnung einer höher dotierten Verlängerung seitens Horn oder seins Beraters abgelehnt wurde....

Abschließend zum Financial Fairplay.
ZitatWenn Vereine wie Bayern oder Real aufgrund ihrer Wirtschafts- und Strahlkraft in der Lage sind, die besten und teuersten Spieler anzulocken, widerspricht dies nicht dem Financial Fairplay
Naturalmente sehe ich das genauso. Mir ist bewusst, was die UEFA mit diesem Reglement bezweckt und nach welchen Kriterien sie (subjektiv) entscheidet. Aber: Wenn oben genannte Vereine ihre Finanzkraft über ,,Menschenhandel" steuern, dann ist das für mich kein Faires Spiel, das sie betreiben, ungeachtet der UEFA-Definition dieses Reglements.

Florian Markert

Eines solltest du nicht vergessen: Real Madrid wirbt den Spieler über ein horrendes Gehalt ab und geht somit mit jedem Transfer das Risiko ein, dass ein Spieler es sich in Madrid bequem macht und den Vertrag aussitzt. Dann sind entweder die Transfergewinne hinfällig oder der Spieler wechselt zwar, lässt sich aber von Real noch über Jahre die anschließend entstandene Gehaltsdifferenz erstatten. Ein teurer Spaß, wenn es mal schiefgeht. Insofern für mich als bekennenden Bayernfan kein Grund, sich aufzuregen. Toni Kroos' Entscheidung ist völlig nachvollziehbar und eine ganz normale Entscheidung eines Arbeitnehmers, der anderswo deutlich mehr Geld verdienen kann. Das Risiko geht unterdessen von Bayern auf Real über. Ich hätte einen Verbleib von Kroos für 12 Mio brutto pro Jahr jedenfalls nicht unbedingt vorgezogen.
Treuester Trainer der Copa-Historie (seit dem 04.02.2000 bei Alianza Lima)

Ewige Nr. 1 der Copa Hall of Fame

Speedy

#7353
Dieses Risiko des Vertragaussitzens kann jeden Verein oder auch bestimmte Vereine nicht treffen. Bei Real sitzt keiner seinen Vertrag aus, halte ich eher für unwahrscheinlich. Nicht einmal ein Ronaldo, der sich nicht angemessen genug gewürdigt fühlte (also spitz bekam weniger als Messi zu verdienen). Und so fand Real eine "Maßnahme" ihn wieder zu motivieren .... Real wird immer Maßnahmen finden, seine Spieler zu motivieren ....

Leute wie Streit, Wiese o.ä. unterschreiben weder bei Real noch beim FCB. Beide Vereine werden auch in Zukunft mit einer derartigen Problematik kaum konfrontiert werden. Im jeweiligen Land sind sie eine Top-Mannschaft, die Nachwuchs magnetisch anzieht. Angezogen werden solche, die leistungsmotiviert sind und ihre Leistung angemessen bezahlt bekommen und sportlich etwas erreichen wollen. Das passt nicht zu einem Spielerprofil wie es ein Streit in seiner Karriere abgegeben hat, oder ein Lakic, oder Helmes.

Kroos' Gehalt hätte wohl beim FCB einen Rahmen tangiert, der nur Spitzenspielern wie Schweinsteiger, Lahm und Ribery vorbehalten ist. Kroos ist in einem Alter, wo kurzfristig ein enormer Leistungssprung erwartet werden kann. Da Lahm & Schweinsteiger in die Jahre kommen, Gehalt leistungsorientierter wird bzw. langfristig eingespart wird, ist es nur plausibel allmählich eine Verschiebung Richtung Nachwuchsstar zu vollziehen. Wenn man mit einem 12-Mio.-Gehalt diesem Leistungssprung schon vorab entgegenkommt, dann ist es gewiss ein erhebliches finanzielles Risiko. Aber solche Risiken tragen alle Vereine der Welt, die irgendwoher einen Spieler heranlocken oder eben halten wollen und das Potenzial, das sie in dem Spieler sehen, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder bei Vertragsverlängerung in weiser Vorrausssicht im festzulegenden Gehalt abbilden und über einen gegeben Vertragslaufzeit garantieren müssen. Auch der (vergleichsweise) kleine FC hat seine jungen Leistungsträger, die in der 2. Liga überzeugt haben, langfristig bzw. für FC-Verhältnisse verdammt langfristig gebunden, um nicht das Schicksal zu erleiden, wie er es mit Poldi, Helmes, Clemens einst erdulden musste. Der FC geht dabei ein sehr hohes Risiko, nicht das des Vertragaussitzens, sondern das des gehaltlichen Vorwegnehmens einer Bundesligatauglichkeit, die keiner des "Tafelsilbers" bisher beweisen konnte. Dieses Risiko ist im Falle eines Scheiterns vom FC nicht zu finanzieren. Und da ist der Unterschied zu Real und FCB, die solche Risiken im Falle eines Scheiterns aus der Portokasse begleichen können. Das Maßnahmenpaket zur Abwendung eines solchen Risikos kann von großen Vereinen effektiver geschnürt werden als von einem FC, der seinen Fehlgriff allenfalls als Postkarte über den Transfermarkt verschicken kann.

Möglicherweise traut der FCB dem Kroos diesen Leistungssprung auch gar nicht zu, oder plant über Guardiola ein Spielsystem durchzusetzen, bei dem ein Spielmacher mit einem präzisen Fuß und Ballhaltevermögen langfristig nicht zu gebrauchen ist. Dann kann man die geizige Haltung im Vertragspoker nachvollziehen. Aber das wird wohl ein Geheimnis des FCB bleiben und allenfalls in maximal drei Jahren bei Real abzulesen sein. Ich befürchte, dass Kroos 2017 für 100 Mio. zu PSG oder in die Premier Liga zu Zenit St. Petersburg wechseln .... und die Karriere bei Viktoria Köln abschließen wird, bei dem sein Spielerberater dann Vereinspräsident sein wird  ::b:: ::blu:: ::c:: ::wink::

Florian Markert

Zitat von: Speedy am 19. Juli 2014, 06:29:46
Dieses Risiko des Vertragaussitzens kann jeden Verein oder auch bestimmte Vereine nicht treffen. Bei Real sitzt keiner seinen Vertrag aus, halte ich eher für unwahrscheinlich.

Ein Kaká war zumindest zeitweise nicht allzu weit davon entfernt, sich als "Vertragsaussitzer" bezeichnen zu lassen.

Zur Untermauerung ein Zitat aus der Wikipedia:
ZitatAm Saisonende kündigte er an, Real Madrid verlassen zu wollen. Bereits in den vorherigen Transferfenstern hatte der Verein Kaká einen Vereinswechsel nahegelegt.
Treuester Trainer der Copa-Historie (seit dem 04.02.2000 bei Alianza Lima)

Ewige Nr. 1 der Copa Hall of Fame

Coach

ZitatIch befürchte, dass Kroos 2017 für 100 Mio. zu PSG oder in die Premier Liga zu Zenit St. Petersburg wechseln .... und die Karriere bei Viktoria Köln abschließen wird, bei dem sein Spielerberater dann Vereinspräsident sein wird 

ja das wäre schlimm  ::b::
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Wo ist meine Superettan hin?

Speedy

#7356
Zitatja das wäre schlimm
Was genau? Dass ein Spielerberater Vereinspräsident werden oder ein 40jähriger Kroos beim zweitgrößten Kölner Bundesligisten anheuern könnte?  ::c::

Zitatin Kaká war zumindest zeitweise nicht allzu weit davon entfernt, sich als "Vertragsaussitzer" bezeichnen zu lassen
Stimmt, der einstige Weltfußballer hat nach seinem Real-Wechsel nirgendwo mehr Fuß fassen können.

Könnte jemand unter den Generalmoderatoren bei Gelegenheit den Moderatorenstatus Meinerwenigkeit wieder zurücksetzen? Gracias. Oder kann ich das sogar selbst?  ::b::

Coach

ZitatWas genau? Dass ein Spielerberater Vereinspräsident werden oder ein 40jähriger Kroos beim zweitgrößten Kölner Bundesligisten anheuern könnte?

ja  ::cool::
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Wo ist meine Superettan hin?

AlphaOmega

Okay, ich habe (glaube ich) verstanden, woran Du das Problem festmachst.

Zunächst aber nochmals zu nachstehendem Passus, weil auch hierüber viele Unschärfen kursieren:

Zitat von: Speedy am 18. Juli 2014, 15:06:34
Verwunderung deswegen, weil mir andere Zahlen im Kopf schwirren, zwar nicht vereinsbezogen, bueno, an dieser Stelle habe ich wohl verallgemeinert, aber mit Blick auf diesen Link https://de.wikipedia.org/wiki/Primera_Divisi%C3%B3n_%28Spanien%29 erkenne ich, dass deine Zahlen irgendwie nicht zu 3,5 Mrd. Gesamtschulden (darunter rd. 500 Mio. [750 Mio. laut anderer Quelle] Steuerschulden, Stand dieser Daten 2012) ,,spanischer Vereine der Primera Division" zusammenpassen. Wenn dann noch seitens der Regierung ein Schuldenerlass diskutiert wird, sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn nur der Name Primera Division fällt. So mein Kenntnisstand bisher, lasse mich aber gerne von den geschilderten neuen Tendenzen überzeugen. Gilt das denn auch für die kleinen Vereine, also die, die in der Vergangenheit gemisswirtschaftet haben und offensichtlich einen Großteil an Steuerschulden tragen? Diese Vereine können sich keine Transfertricks wie Real oder englische Clubs leisten ....

Grundsätzlich mag die Höhe der Steuerschulden in dem Bereich von 500-700 Mio. EUR liegen. Als größte Sünder werden in diesem Kontext zumeist Atlético Madrid (weit über 100 Mio. EUR), der FC Barcelona (50 Mio. EUR, noch ohne die causa Neymar), der FC Valencia, Deportivo La Coruna und Betis Sevilla genannt. Aber auch bei einigen kleineren Clubs sind die Steuerschulden im Vergleich zum Etat existenzbedrohend hoch (später mehr dazu). Aber: Den in der deutschen Presse viel beschriebenen Steuererlass gibt es schlicht nicht! Dieser wäre angesichts der Krise in Spanien gegenüber der Bevölkerung auch überhaupt nicht vermittelbar. Was aber sehr wohl geschieht: Die Steuer wird den Vereinen gestundet, so dass z. B. Atlético Madrid (ich meine bis 2020) Zeit gegeben wird, diese Verbindlichkeiten ggü. dem Fiskus zu bedienen. Ist das nun ein Gnadenakt? Würde ich nicht so sehen, denn dem Finanzamt muss klar sein, dass eine fällig gestellte Steuerforderung die Vereine sofort in die Insolvenz treibt. Die absolute Höhe der Steuerschulden ist übrigens aktuell dabei, Real Zaragoza in die Knie zu zwingen. Der Club steht in unmittelbarer Gefahr, demnächst aufgelöst zu werden (wodurch der Fiskus dann 30 Mio. EUR an Steuern abschreiben müsste). Das wäre dann schon die zweite Auflösung eines Traditionsvereins, nachdem bereits UD Salamanca dieses Schicksal ereilt hat. Sehr große Finanzprobleme haben auch Racing Santander, Deportivo La Coruna und der FC Valencia, bei dem es mit der Transparenz ohnehin nicht sonderlich weit her ist. Keine Steuerschulden haben beispielsweise Real Madrid, Athletic Bilbao, der FC Villarreal oder Celta de Vigo. Ein sehr schönes Beispiel für einen solide wirtschaftenden Verein ist auch der schuldenfreie Aufsteiger aus einer baskischen Kleinstadt, SD Eibar.

Jetzt aber zu Deinem Problem mit den Spielertransfers. Auf einen kurzen Nenner gebracht würde ich sagen, dass Du mit Real Madrid eher aus Deinem subjektivem Blickwinkel den falschen Club für Deine These ausgewählt hast. Ich bin übrigens kein Madridista, es ist aber mit RM so wie mit den Bayern: Je mehr man sich dem Verein nähert, umso mehr merkt man, dass die Verantwortlichen ihre Sache richtig gut machen (und die Interessenvertretung "G14" hervorragende Lobbyarbeit geleistet hat).

Die Transferpolitik von Real Madrid kann man in wenigen Worten beschreiben: Wir holen die besten Spieler, sofort! Insofern ist es dem Verein völlig egal, ob der Wunschspieler ablösefrei ist (was nie vorkommt, weil andere Clubs auch nicht schlafen) oder noch ein oder sieben Jahre Vertrag hat. So hat man Cristiano Ronaldo, Modric oder Bale allesamt aus längerfristigen Verträgen geholt, Deine These trifft m. E. nur zufällig auf die genannten Bundesligaspieler zu. Warum hat man die geholt? Nun, Sahin war in der Saison vor seinem Wechsel der beste Spieler der Liga, Toni Kroos zählte zu den stärksten Protagonisten der WM. Bei Khedira wollte der Verein im Oktober nach dem Kreuzbandriss den Vertrag verlängern (was Khedira abgelehnt hat), jetzt überlegt man sich halt (ähnlich wie die Bayern mit Kroos) ob man ihn nicht ein Jahr vor Vertragende abgeben sollte. Beim Transfer von Özil war es so, dass man die 50 Mio. EUR von Arsenal benötigte, um den Bale-Deal zu stemmen. Es ist (glaube ich) wirklich so simpel, Real will nur die besten Spieler, daher bemüht man sich nach der WM halt auch um James Rodriguez und Keylor Navas. Dass man die Konkurrenz oder gar die Bundesliga schwächen möchte, halte ich für eine Illusion.

Die Transferpolitik von Chelsea finde ich insgesamt auch bedenklicher, aber letztlich bleibt das unternehmerische Risiko bei den Londonern. Ob es aber im Sinne des Erfinders ist, als Geschäftsmodell junge Spieler durch die Weltgeschichte zu verleihen, da habe ich ebenfalls moralische Bedenken (das macht Real Madrid übrigens auch nicht). Auf der anderen Seite gibt es auch kleinere Clubs, die diesem Modell folgen (sehr interessant ist in diesem Kontext die Philosophie von Udinese Calcio), ich bin mir deshalb auch nicht ganz sicher, ob man dies in Bausch und Bogen verdammen sollte (hinterfragen sollte man es aber definitiv).

Was bleibt sonst noch zu sagen? Nun, ich kann jedem nur empfehlen, in der Primera División auf LaOlaTV mal die Abendspiele am Samstag oder Sonntag anzuschauen. Das ist meistens richtig guter Fussball und wenn Athletic Bilbao, der FC Sevilla oder der FC Barcelona ein Heimspiel haben, ein besonders stimmungsvoller Genuss. Ist meine absolute Lieblingsliga.

Und Real Madrid? Wie gesagt, man muss sie nicht mögen, sie sind aber ein Mythos. Toni Kroos hat es vorgestern richtig gesagt, das ist alles (auch mit dem medialen Druck) noch eine Stufe über den Bayern. Vor einigen Wochen war ich zum Abendessen in einem Restaurant im Bernabeu mit Blick auf das Spielfeld. Auf dem Rasen fand irgendeine Veranstaltung für langjährige Mitglieder statt. In der Ferne standen die zehn Champions-League-Pokale, darüber ein großes Schwarz-Weiß-Bild von der "saeta rubia", vom (danach) leider verstorbenen Alfredo di Stéfano. Ich wunderte mich dann, weshalb die Veranstaltung nur schwer in Gang kam. Die Antwort: Es war natürlich zu früh. Um Mitternacht wurden die Gäste von einem Moderator begrüßt, danach begann eine in Spanien bekannte Band zu spielen. Es war übrigens ein Dienstag! In diesem Augenblick konnte man spüren, wie groß der Verein wirklich ist. Für einen (ganz kurzen) Moment habe ich gedacht, wie schade, dass mein Herz an einem kleinen Team hängt...

Speedy

#7359
ZitatAber: Den in der deutschen Presse viel beschriebenen Steuererlass gibt es schlicht nicht!
Na, immerhin. Habe es in der Presse auch nicht weiterverfolgen können und kannte den heutigen Stand dieser Überlegung nicht. Wenn's vom Tisch ist, könnte mir die PD glatt 1% sympathischer werden. An dieser Stelle nochmal zurück zu
ZitatFinancial Fairplay: [..] aber wir werden so etwas niemals erleben. Warum auch sollte die UEFA ihr Premiumprodukt Champions League sabotieren und die Zugpferde außenvorlassen?
Dessen bin ich mir auch sicher. Die zumindst größeren spanischen Vereine (dazu gehört Malaga wohl noch nicht) werden machen können was sie wollen. Allenfalls kleinere Daumenschrauben könnten unter einer härteren Führung als es unter Platini oder Blatter je geben wird angezogen werden. Allerdings ginge sowas nie ohne Imageverlust des jeweiligen Vereins über die Bühne, was dann einen Aufschrei in der Fangemiende der Liga bedeuten würde, und naturalmente beim Verein selbst. Beispiel Barca hat gezeigt, der Ansatz war da, doch das Einknicken vor soviel Tradition war noch schneller.

ZitatAls größte Sünder werden in diesem Kontext zumeist Atlético Madrid (weit über 100 Mio. EUR), der FC Barcelona (50 Mio. EUR [..]
und
ZitatSehr große Finanzprobleme haben auch Racing Santander, Deportivo La Coruna und der FC Valencia
vs.
ZitatKeine Steuerschulden haben beispielsweise Real Madrid, Athletic Bilbao, der FC Villarreal oder Celta de Vigo [..], SD Eibar
Gracias für die Differenzierung. Bilbao hätte ich eine positive Bilanz aus dem Bauch heraus schon zugetraut, weil sie schon aus ihrer Tradition heraus eine "besondere" Transferpolitik betreiben. Die einen mögen es mögen, die anderen als nationalistisch und weltfremd einstufen, aber im Endeffekt kommen keine Transferungeheuer auf diese Weise zustande, die den Verein ebenfalls in die Schuldenkrise stürzen würden. Und dann sind noch zwei baskische Vereine in deiner Aufzählung. Der baskische Teil der PD wird mir sogleich noch sympathischer  ::blu::

Zitatmit Real Madrid eher aus Deinem subjektivem Blickwinkel den falschen Club für Deine These ausgewählt hast
,
ZitatWir holen die besten Spieler, sofort! Insofern ist es dem Verein völlig egal, ob der Wunschspieler ablösefrei ist (was nie vorkommt, weil andere Clubs auch nicht schlafen) oder noch ein oder sieben Jahre Vertrag hat
Letzteres sehe ich auch so. Bei den besten Spielern der Welt ist es egal, denn sie lassen sich wunderbar in das Finanzgefüge einbauen, wie weiter oben der legendäre Beckham-Transfer als ertragreicher Marketing-Gag schon funktioniert hat. Bei den Transfers von Özil und Khedira melde ich aber Zweifel an, dass bei Real vorab jemand geglaubt hat, diese Spieler ebenso vermarkten zu können. Auffällig ist schon, mit welchem Aufwand zuletzt Kroos präsentiert wurde. Kroos, kein Öffentlichkeitstyp, wer will schon sein Trikot kaufen? Als Weltmeister geht diese Rechnung auf, doch der Transferbedarf stand mit Sicherheit schon vor der WM fest. Die Werbemaschinerie läuft, und die Real-Fans springen auch darauf weider an. Irgendwann werden sie es durchschauen, zuletzt aus finanzieller Not heraus.

Zu ersterem zuzustimmen möchte ich mich (noch) weigern. Mögen die BL-Transfers unter der auffällig gleichen Vertragslage noch Zufall sein, da es in 4 von nur 4 Fällen der Fall ist, doch auffällig sind diese Fälle allemal. Ich warte ab. Bis dahin stelle ich mir mal den Worst Case vor: Real, Barca und Atlético sind sich geschäftspolitisch plötzlich mal einig und machen folgendes (es geht jetzt die Fantasie mit mir durch, darum ja "Worst Case"): Sie schauen sich die Verträge beim BVB genau an und machen in chronologischer Folge den Schlüsselspielern Hummels & Reus (2016), Subotic & Gündogan (2015) u.s.w., aus spanischer Sicht (nach Transfermuster Real) wirtschaftlich wohlüberlegte Angebote, die die des BVB übersteigen. Wenn also ganz hypothetisch die Mehrheit dieser Spieler zusagt, weil genannte Vereine eine soviel größere Zukunft bieten, dann wäre der BVB für längere Zeit erledigt, weil für die geringen Ablösen kein adäquater Ersatz geholt werden kann. Das Risiko steigt mit der Investition in Talente, die erstmal wieder zünden müssen. So könnte man nervige Konkurrenz, gegen die man aus irgendwelchen Gründen auf'm Platz nichts ausrichten kann, für eine längere Zeit aus dem (CL-) Verkehr ziehen ....

Zurück zur Realität.
ZitatDie Transferpolitik von Chelsea finde ich insgesamt auch bedenklicher [..] Ob es aber im Sinne des Erfinders ist, als Geschäftsmodell junge Spieler durch die Weltgeschichte zu verleihen, da habe ich ebenfalls moralische Bedenken
vs.
ZitatAuf der anderen Seite gibt es auch kleinere Clubs, die diesem Modell folgen (sehr interessant ist in diesem Kontext die Philosophie von Udinese Calcio)
In der Tat, die treiben's genauso wild! Man stelle sich nur vor, jeder würde so versuchen an Transferüberschüsse zu gelangen, sei es nur wieder aus finanzieller Not heraus. Jugendspieler mit Talentansatz würden von Stalkern, ups, nee, Scouts/Spielerberatern von der Schule abgeholt werden (Fahrdienstes für die berufsgestressten Erziehungsberechtigten), oder zum Training gefahren werden, sie würden Nachhilfe erhalten um den Schulabschluss möglichst schnell über die Bühne zu bringen, arbeitslose Erziehungsberechtigte würden im Zielverein eine kleine Anstellung bekommen, Umzüge werden organisiert und finanziert,  .... All das, nur um sich das Transferrecht zu sichern. Möge so ein Extremfall des verschärften Wettbewerbs der kompromisslosen Jagd auf Fußballnachwuchs erspart bleiben, in Teilen aber, insbesondere bei heißbegehrten Talenten, schon längst Realität. Hat allerdings auch Vorteile für den Einzelnen und die Gemeinschaft drumherum. Wer hätte nicht gerne einen talentierten minderjährigen Sohn, der von den Stalkern Chelseas umgarnt wird. Man könnte glatt seine berufliche Laufbahn abschließen und sich den wohlwollenden Angeboten Chelseas hingeben. Will nicht wissen, was Barca alles angestellt hat, um Neymar seinen Wilhelm unter dem Vorvertrag zu entlocken. Und sind Toptalente rar bzw. durch die marktführenden Stalker, up, schon wieder, Scouter abgegrast, kommen die nächst Talentierten dran. Denn Kleinvieh für Kleinbauern machen auch Mist. Die Werbebranche ganz im allgemeinen durchbricht auch immer wieder Schallmauern, z.B. der Umgang mit persönlichen Daten und die unbändige Geilheit darauf, diese zu erwerben. Analog traue ich der Scoutingabteilung von Fußballvereinen ähnliche moralische Bedenkenlosigkeit zu. Alles im Sinne der Verantwortung für das Unternehmen/den Verein Arbeitsplätze zu sichern, die Region zu stärken u.s.w.

Zitatwenn Athletic Bilbao, der FC Sevilla oder der FC Barcelona ein Heimspiel haben, ein besonders stimmungsvoller Genuss. Ist meine absolute Lieblingsliga
Kann ich nachvollziehen. Das Größte ist es dann mittendrin zu stehen, würde mich auch in London oder Liverpool reizen (würde aber aus oben genannten Gründen für's Ticket nicht bezahlen wollen  ::evil::). Gänshaut bekommt Meinewenigkeit dann, wenn zum Auflauf des FC Kölsches Liedgut von 50 Tsd. vorgetragen wird (auch vorher und während des Spiels naturalmente, aber der Einzug der Gladiatoren ist schon beeindruckend). Denoch ziehe ich die Nummer Kleiner vor. BL, CL & Co werden vom Bezahl-TV derart ausgeschlachtet, und demnächst noch die Nationalmannschaft über "neue Wege der Liveübertragung" durch RTL (mir graut es schon davor  :angry:), dass ich es bevorzuge der Übersättigung zu entgehen und dem Dorffußball fröne und die überschaubare Stimmung dort aufsauge. Sich an den kleineren Dingen zu erfreuen hat auch mal was. Zumal Meineweingkeit eher selten dazu kommt in einem Restaurant in Bernabeu .... Du alter Genießer, du ....  ::b:: :daumen:

Im Großen und Ganzen haben deine Beiträge erreicht, Senor Alpha, dass ich die PD nur noch differenziert kritisch sehe und eine winzige Spur an Sympathie erblüht ist. Aber Real wird weiterhin unter die Lupe genommen, genau dann, wenn der nächste BL-Spieler dorthin wechselt.... Im übrigen auch PSG, Zenit, o.ä. Emporkömmlinge der modernen Historia.

Coach

- die rechte Hand
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Wo ist meine Superettan hin?

schnippel

wollen wir zur neuen Saison bei Kicktipp ne Tipp-Runde machen? Oder gibts schon eine?
schnippel
sauerkraut1000
Fitch

Coach

Zitat von: schnippel am 27. Juli 2014, 23:16:52
wollen wir zur neuen Saison bei Kicktipp ne Tipp-Runde machen? Oder gibts schon eine?

guckst du hier http://www.copaforum.de/index.php?topic=90.180
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Wo ist meine Superettan hin?

Sush

es lebe der großartige VfB Stuttgart der sich soeben mit einer fußballerischen Glanzleistung von der Bühne DFB Pokal verabschiedet hat ;)  :tock: :tock: ::diss:: ::diss:: ::diss::
Don´t hate the playa, hate the Game!

First Vienna FC - Sush
Chongqing Lifan - FU
SO Armée - Sushlan
Club Deportivo Wanka - Alexandre Sushinho

weltkicker

Zitat von: Sush am 16. August 2014, 17:59:57
es lebe der großartige VfB Stuttgart der sich soeben mit einer fußballerischen Glanzleistung von der Bühne DFB Pokal verabschiedet hat ;)  :tock: :tock: ::diss:: ::diss:: ::diss::

:daumen:
amtierender Meister der Polen mit RKS Radomiak Radom, http://nichtklicken.net

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